Sa, 16. Dezember 2017

Nach Kurzschluss

20.08.2015 20:53

Großbrand bei Spedition in Salzburg-Schallmoos

Großalarm ging am Donnerstag um exakt 05:03 Uhr bei der Feuerwehr ein. Schichtarbeiter bei der Spedition Wildenhofer in Salzburg-Schallmoos, die um drei Uhr früh ihren Dienst begannen, alarmierten die Einsatzkräfte über einen Brand des Lagerraums im 2. Stockwerk mit einer Fläche von rund 400 Quadratmeter.

Dicke Rauchschwaden drangen aus den Fenstern und hingen über dem gesamten Stadtteil. 60 Feuerwehrleute - 30 von der Berufs- und 30 von der Freiwilligen Feuerwehr - rückten aus, um die Flammen zu bekämpfen. "In der Lagerhalle waren Grillartikel wie Spiritus, Anzünder, Kohle und Feuerzeuge. So gesehen ein glücklicher Umstand, denn obwohl diese Materialien sehr brandfördernd sind, stand es um die Rauchentwicklung nicht so problematisch im Vergleich zu Gefahrengut mit Chemikalien", schilderte der erfahrene Branddirektor Reinhold Ortler im Gespräch mit der "Krone". Das Speditionsunternehmen Wildenhofer ist in Österreich auf Logistik für Markenartikel und Lebensmittel im Kühlbereich spezialisiert. Dies beinhaltet Lösungen sowohl für den Handel, als auch für die Industrie. Die zu lagernden Güter wechseln täglich.

Der Brand ereignete sich unmittelbar unter der Dachkonstruktion, die komplett zerstört wurde. Der Dachstuhl steht aktuell noch, er ist von der Feuerwehr unterfangen worden, damit er nicht Gefahr läuft, einzustürzen. Über die Höhe des Schadens konnte am Donnerstag noch nichts gesagt werden. Laut Ortler beschränkt er sich "nur" auf das obere Stockwerk des Gebäudes, weil die brandschutztechnische Trennung durch Stahlbetondecken bestens funktioniert hat. Die gelagerte Ware im betroffenen Bereich ist aber komplett zerstört. Erst um 08:30 Uhr war das Feuer gelöscht, "Brand aus" gab es aber noch nicht. Glutnester wurden in der Folge noch eingedämmt und Feuerwache gehalten.

Landeskriminalamt ermittelte Brandursache
Brandschutztechniker Martin Dickenberger untersuchte mit dem Landeskriminalamt die Brandstelle. Am Nachmittag dann die Erkenntnis: "Mit höchster Wahrscheinlichkeit ist das Feuer durch einen elektrischen Defekt an einer Leuchtstoffröhre entstanden. Es dürfte zum Kurzschluss und zu einem Lichtbogen gekommen sein." Inhaber Andreas Mayer-Wildenhofer: "Es wird der Dachstuhl zu erneuern sein, ansonsten ist das Gebäude im Wesentlichen nicht betroffen. Für Ablauf und Geschäft wird das keine großen Auswirkungen haben. Unsere Lkw sind wieder unterwegs."

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