Mo, 18. Dezember 2017

Zertifikatpanne

19.08.2015 13:54

Chrome und Firefox misstrauten Behörden-Websites

Wer mit den Browsern Firefox oder Chrome kürzlich die Websites der österreichischen Finanzmarktaufsicht oder der österreichischen Datenschutzbehörde aufgerufen hat, dürfte sich gewundert haben. Vorübergehend leuchtete der Vermerk "Dieser Verbindung wird nicht vertraut" auf. Es handelte sich um ein bloßes Umstellungsproblem, das mittlerweile behoben ist, hieß es am Mittwoch.

Hinter den Problemen steckt eine komplexe und weltweite Struktur, welche den Internetbenutzern die Gewähr geben soll, dass sie es mit sicheren Servern zu tun haben, wenn sie Homepages anwählen. Das läuft über Unternehmen, wie zum Beispiel A-Trust in Österreich.

Probleme bei der Zertifikaterneuerung
Diese Firmen müssen sich durch von den großen Browser-Herstellern benannte Prüfbüros Gutachten für Web-Trust-Zertifikate ausstellen lassen. "Wir werden jährlich überprüft, ob wir alle erforderlichen Dinge erfüllen. Das sind riesige Papiermengen, die wir da abliefern", sagte A-Trust-Geschäftsführer Michael Butz.

Bei einem solchen "Root-Zertifikat" hätten die Browser-Hersteller offenbar die rechtzeitig beantragte und fällige Erneuerung vorgenommen. Das könne man nicht bemerken - oder zumindest erst dann, wenn das Problem schon da sei.

150 Zertifikate wurden ausgetauscht
Auf der anderen Seite dokumentieren Webseiten-Inhaber mit dem Kauf von Zertifikaten bei Unternehmen wie A-Trust, welche die Gegebenheiten überprüfen, wiederum, dass ihre Server offiziell und soweit sicher sein müssen.

Werden dort aus irgendeinem Grund Zertifikate nach Ablauf der Gültigkeitsfrist nicht umgestellt, taucht eben der Vermerk "Dieser Verbindung wird nicht vertraut" auf. "Mittlerweile sind alle Probleme behoben. Wir haben allein gestern 150 Zertifikate ausgetauscht. Wir haben aber Zehntausende Kunden. Die Sache hat auch etwas Positives. Microsoft hat sich sofort bei uns gemeldet und Unterstützung angeboten", sagte Butz.

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