Mo, 11. Dezember 2017

IDF in San Francisco

19.08.2015 12:10

Robo-Spinnen, Turbo-Speicher & Mikro-PCs bei Intel

Der US-Prozessorgigant Intel präsentiert auf seinem Developer Forum in San Francisco die Zukunft der Informatik. Robo-Spinnen, die von einem Mikro-PC in Knopfgröße gesteuert und von Intel-Boss Brian Krzanich dirigiert werden, gibt es dort ebenso zu sehen wie den neuen Highspeed-Speicher 3D-XPoint und die 3D-Kamera RealSense, die Smartphones nun hilft, ihre Umgebung zu analysieren.

Intel macht San Francisco mit seinem Developer Forum IDF noch bis 20. August zum Mekka für Technikbegeisterte. Traditionell gibt der Chipkonzern auf seiner Hausmesse Einblick in aktuelle Projekte und Erfindungen des Konzerns und zeigt Entwicklern, was man mit den neuen Chips und Geräten alles machen kann.

Neben der neuen Core-i-Prozessorgeneration "Skylake", deren erste Vertreter bereits am Markt sind, präsentiert Intel am IDF unter anderem den knopfgroßen Mikrocomputer Curie, die 3D-Kamera RealSense und den kommenden Turbo-Speicher 3D XPoint.

Mehr Plattformen für RealSense
Wichtigste Neuheit zur – bereits in manchen Geräten verbauten – 3D-Kamera RealSense: Sie wird künftig auf weitere Plattformen ausgedehnt und soll nicht nur auf Windows-PCs, sondern auch auf Android-Geräten, Linux-Rechnern und Apple-Computern eingesetzt werden können und sogar von einigen Spiele-Engines wie der Unreal Engine 4 sowie Robotik-Programmiersprachen unterstützt werden.

Was mit der Kamera möglich ist, zeigte Intel auf seiner Hausmesse gleich anhand eines Prototypen des Google-Smartphones Project Tango, das seine Umgebung permanent mithilfe von 3D-Kameras analysiert und so stets weiß, was um es herum gerade geschieht.

Superschneller Speicher kommt 2016
Erstmals öffentlich demonstriert hat Intel auf dem IDF zudem seinen gemeinsam mit Micron entwickelten neuen Turbo-Speicher 3D XPoint. Der als Ersatz für NAND-Flash, der den Zenit seiner Entwicklung langsam erreicht hat, gedachte neue Speicher soll schon nächstes Jahr in ersten Optane-SSDs von Intel zum Einsatz kommen.

Der erst vor wenigen Wochen enthüllte NAND-Ersatz soll tausendmal schneller als konventionelle SSDs sein und fast so flott arbeiten wie RAM. Außerdem soll er zuverlässiger sein als der NAND-Speicher in aktuellen SSDs und so eine längere Nutzungsdauer ermöglichen. Vereinzelt könnte er sogar als Ersatz für Arbeitsspeicher genutzt werden.

Curie macht Robo-Spinnen Beine
Einen besonderen Auftritt hatte der winzige Computer Curie, der gerade einmal so groß ist wie ein Knopf und mit einem Quark-Mikroprozessor, 80 Kilobyte Arbeitsspeicher und 384 Kilobyte Flash-Speicher ausgestattet ist. Was mit dem System möglich ist, zeigte Intel-Boss Brian Krzanich laut "Heise" anhand einer kleinen Armee von Robo-Spinnen.

Die rund hundert Roboter reagierten bei der Demonstration tanzend auf Handbewegungen, die von einem Curie-System erfasst und an die künstlichen Spinnen übertragen wurden. Hob Krzanich die Hand, taten dies auch seine Robo-Spinnen. Senkte er sie, taten es ihm die künstlichen Krabbler gleich.

Ganz neu war die Demonstration allerdings nicht. Ähnliches zeigte Krzanich vor einigen Monaten bereits auf der Intel-Entwicklerkonferenz im chinesischen Shenzhen:

Neben Robo-Spinnen ein weiteres Einsatzszenario für Curie: Wie das IT-Portal "The Register" berichtet, könnten mit dem Mikro-PC ausgestattete Armbänder künftig auch als Passwortersatz dienen und den PC entsperren, sobald man sich ihm nähert.

Intels Entwicklermesse dauert noch bis 20. August, viele der dort enthüllten Neuheiten wird der Chipriese in zwei Wochen wohl auch in Europa auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zeigen. krone.at ist vor Ort, um darüber zu berichten.

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