Fr, 17. November 2017

Herrchen gesucht

18.08.2015 09:58

Hunde aus Tiroler Hoarding bereit für neues Heim

"Mit 27 Hunden total überfordert", titelte die "Krone" am 12. März: Zwischen halb verfallenen Holzbaracken in Tarrenz hatten die Tiere ein jämmerliches Dasein gefristet. Für die Mitarbeiter des Tierschutzvereins für Tirol folgten stressige Wochen, in denen sie die halb verwilderten Hunde langsam an geregelte Abläufe, Halsband und Leine gewöhnten. Neue Besitzer werden gesucht.

Die Appenzeller-Mischlinge waren großteils unterernährt, voller Parasiten, mit unbehandelten Nabel- und Leistenbrüchen sowie unzähligen Bisswunden. Gegenüber Menschen reagierten sie übermäßig ängstlich bis äußerst aggressiv und ließen sich kaum anfassen. "Sie waren fast wie Wildtiere", beschreibt Doris Wilflingseder, Obmann-Stellvertreterin des Tierschutzvereins für Tirol, die herausfordernde Ausgangslage.

Langsame Gewöhnung an Halsband und Leine
Mit viel Einfühlungsvermögen konnten die "Tarrenz-Hunde" nach und nach an Halsband, Geschirr und Leine gewöhnt werden. Nun steht sogar die lange Zeit ängstlichste Hündin "Gina" am Gehege und wartet auf den Spaziergang. Inzwischen fanden vor allem die Welpen ein Zuhause. Eine der erfreulichen Rückmeldungen betraf aber eine ausgewachsene Hündin. Die Besitzer strahlten nach schwierigen Anfangswochen: "So einen tollen Hund hatten wir noch nie."

Abnahmen von Tieren haben sich gehäuft
Auffällig sind vermehrte Abnahmen von Tieransammlungen durch die Behörde: Neben dem Tarrenz-Fall waren es 46 Hunde im Februar 2014 in Thiersee. In Inzing waren es im April 30 Kleintiere, in Wörgl im Juli 19 Hunde. Diese Besitzer sind häufig so genannte Tier-Messies: Den Leuten wächst ihr Leben mit den vielen Vierbeinern über den Kopf. "Solche Fälle", betont Wilflingseder, "sind für uns eine große Belastung, da auf einen Schlag Unterkunft, Pflege und Sozialisierung so vieler Tiere organisiert werden muss."

Geduldige Interessenten melden sich bitte unter Tel.: 0512/58 14 51.

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