Mi, 22. November 2017

2008 verurteilt

17.08.2015 06:04

Fotos zeigen „Cecil“-Killer Palmer mit totem Bären

Seit er den Löwen "Cecil" gejagt und getötet hat, zählt Dr. Walter Palmer zu den meistgehassten Männern in den USA. Neu aufgetauchte Fotos machen den Zahnarzt nicht sympathischer: Sie zeigen ihn mit einem toten Schwarzbären. Für dessen Tod wurde der 55-Jährige schon 2008 verurteilt.

Auf den von den Behörden veröffentlichten Fotos grinst Großwildjäger Palmer in einem Wald im Norden des US-Bundesstaates Wisconsin in die Kamera. Neben ihm liegt ein toter Schwarzbär. Der Zahnarzt hatte das Tier 2006 ohne Schießerlaubnis in einem Naturschutzgebiet erlegt. Auch damals hatte der 55-Jährige versucht, seine Tat abzustreiten - ebenso wie jetzt in Simbabwe, wo er den berühmten Löwen Cecil außerhalb eines Nationalparks zu Tode hetzte und erschoss.

Als alles nichts mehr half, schob er die Schuld auf seine Helfer, die ihn schlecht beraten hätten. In Wisconsin soll er einem Jagdaufseher sogar 20.000 Dollar Schweigegeld geboten haben - vergeblich. Palmer wurde 2008 zu einer Geldstrafe von 3000 Dollar auf Bewährung verurteilt.

Ermittlungen eingeleitet
Auch wegen der Tötung von Cecil wird von der US-Behörde für Fischerei und Tiere gegen Palmer ermittelt. "Wir werden uns von den Fakten leiten lassen", teilte die Behörde Ende Juli auf Twitter mit. Der im Bundesstaat Minnesota lebende Zahnarzt möge sich umgehend melden, hieß es damals.

Palmer hatte den 13 Jahre alten Löwen, der als ein Wahrzeichen des Hwange-Nationalparks im Nordwesten Simbabwes galt, offenbar mit einem perfiden Trick aus dem Park gelockt und getötet. Die Aktion löste unter Tierschützern und im Internet einen Sturm der Entrüstung aus.

Für die Jagd hatte Palmer umgerechnet rund 45.000 Euro bezahlt. Zwei Männer, Jagd-Organisator Theo Bronkhorst und ein Helfer, müssen sich in Simbabwe wegen der Tötung von Cecil vor Gericht verantworten: Bronkhorst dafür, eine "illegale Jagd nicht verhindert" zu haben, der Helfer dafür, eine solche "erlaubt" zu haben.

"Habe nicht das Gefühl, etwas Falsches getan zu haben"
Palmer selbst, für den Simbabwe die Auslieferung gefordert hatte, ist sich keiner Schuld bewusst: "Ich habe nicht das Gefühl, etwas Falsches getan zu haben", sagte der Profi-Jäger dem US-Sender NBC. Er habe nicht gewusst, dass Cecil berühmt gewesen sei. Und auch nicht, dass er ein GPS-Halsband getragen hatte, das Forscher von der Oxford-Universität ihm angelegt hatten. Er bereue aber "zutiefst", dass sein "Hobby, das ich liebe und verantwortungsbewusst und legal ausführe", zu diesem Ergebnis geführt habe.

Dass er der Jagd mit großer Leidenschaft nachgeht, beweisen auch zahlreiche Fotos, die im Internet kursieren und die Palmer mit erlegten Tieren zeigen:

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).