So, 19. November 2017

Schein unlesbar

15.08.2015 19:44

So löste sich Lotto-Gewinn in Luft auf

Stellen Sie sich vor, sie haben einen Lotto-Sechser, mit Millionen-Gewinn, aber der Schein ist inzwischen verblichen und nicht mehr lesbar! Gibt’s nicht? Doch: Genau das passierte einem Salzburger (aber nur mit einem kleinen Gewinn). Schuld daran ist billiges Thermo-Papier, das die Post verwendet. Sie prüft nun den Fall.

Salzburgs Ex-Nationalratsabgeordneter Erich Tadler hatte einen Zehn-Wochen-Schein mit drei Tipps und drei Mal Joker gelöst. Und zwar bei der Post-Filiale in der Salzburger Schrannengasse. Dort verwendet man seit Anfang 2015, wie in anderen Zweigstellen auch, Thermo-Papier für den Lotto-Schein.

Nach zehn Wochen war der Schein verblasst
Post-Sprecherin Kathrin Schrammel: "Das geschieht deshalb, damit Kunden an jedem Schalter spielen können, bisher musste man dazu an das separate Lotto-Terminal." Doch als Tadler seinen Schein am Ende der Spiel-Frist bei der BAWAG einlösen wollte (Gewinn: drei Euro), teilte man ihm dort mit: "Der Computer kann den Schein leider nicht mehr lesen." Mit Mühe kitzelte der freundliche Schalterbeamte die Nummer des Scheines aus dem Papier: "Den müssen wir leider zur Lottogesellschaft einschicken." Tadler hat seine drei Euro mittlerweile überwiesen bekommen, dennoch ist er sauer: "Es ist ein generelles Problem. Die Post spart durch das billige Thermopapier, der Kunde sitzt dann womöglich mit einem verblichenen Schein da."

Lotto-Schein gehört auch nicht in die Geldtasche
Post-Sprecherin Kathrin Schrammel widerspricht: "Die Verwendung von Thermopapier ist mit den Lotterien abgesprochen, die Qualität ist auf zehn Jahre Haltbarkeit ausgelegt." Die Post prüfe diesen Vorfall. Da der verblichene Schein weder im heißen Auto noch in der Sonne lag, empfiehlt sie: "Man sollte ihn auch nicht in der Geldtasche aufheben, darin sind oft Weichmacher enthalten." Bloß: Wohin dann mit dem Lotto-Schein?

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