Do, 23. November 2017

Plakate und Co.

14.08.2015 16:40

Wien-Wahlkampf: Parteien investieren 19 Mio. Euro

Geld regiert die Welt - und den Wiener Wahlkampf. Knapp 19 Millionen Euro pumpen die Parteien in die Schlacht der Schlachten. SPÖ und FPÖ liefern sich mit je sechs Millionen Euro ein Kopf-an-Kopf-Rennen, die Allianz "Wien anders" kämpft hingegen mit einem kreditfinanzierten Mini-Budget von lediglich 80.000 Euro.

Plakate, Flyer, Inserate und Veranstaltungen - maximal sechs Millionen Euro dürfen die Parteien für den 11. Oktober ausgeben. Eigenen Angaben zufolge gehen Rot und Blau wahrscheinlich ans zulässige Limit. SPÖ-Landessekretär Georg Niedermühlbichler: "Wir wollen darunter bleiben. Ob wir die Obergrenze ausschöpfen, wird sich kurz vor der Wahl zeigen." Der Löwenanteil (rund ein Drittel) falle auf die Öffentlichkeitsarbeit. Finanzkräftigster Gegner sind die Blauen. "Wir haben Großes vor! Heinz-Christian Strache soll der nächste Bürgermeister werden. Deshalb nehmen wir viel Geld in die Hand", so Landesparteisekretär Toni Mahdalik.

ÖVP auf Platz 3, NEOS weit abgeschlagen
Auf Platz drei der gut gefüllten Kassen landet nicht etwa der grüne Koalitionspartner, sondern die ÖVP. Das Team rund um Spitzenkandidat Manfred Juraczka lässt sich den Urnengang drei Millionen Euro kosten. Knapp dahinter liegen die Grünen mit 2,7 Millionen Euro. Weit abgeschlagen sind hingegen die NEOS: Mit einem Budget von 800.000 Euro hoffen sie noch auf großzügige Sponsoren.

Die Allianz "Wien anders" ringt sogar mit einer leeren Parteikasse - 80.000 Euro gibt es auf Pump von der KPÖ. Das restliche Geld wolle man mit Krediten von Unterstützern finanzieren. Riskant: Geld zurück gibt es nur bei einem fixen Mandat. Mit 250.000 Euro rechnet die türkische Liste, Gründer Turgay Taskiran erklärt: "Wir haben erst einen Teil des Budgets zusammen und suchen nach Sponsoren."

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