Mo, 11. Dezember 2017

Deutsche Bundesliga

13.08.2015 13:45

Hasenhüttl mit Ingolstadt bereit für Bayern & Co.

Mit 53 Toren in 34 Spielen ist der FC Ingolstadt gemeinsam mit dem VfL Bochum die Tormaschine in der zweiten deutschen Fußball-Bundesliga gewesen. Eine Liga höher will sich die Truppe von Coach Ralph Hasenhüttl nicht verstecken und an die Leistungen der Meistersaison anschließen. Zum Auftakt am Samstag in Mainz gilt es zudem die bittere Schlappe in der ersten DFB-Cup-Runde vergessen zu machen.

"Wir sind in eine der besten Ligen der Welt gekommen, um auch zu bleiben. Wir wollen unangenehm sein und zeigen, dass wir nicht durch Zufall dahingekommen sind, sondern etwas dahintersteckt", gab Ingolstadts Trainer die Marschroute vor.

Nach dem Auftaktspiel warten in der Folge zu Hause mit Borussia Dortmund (2. Runde) und Vizemeister VfL Wolfsburg (4. Runde) gleich zwei Hochkaräter auf die "Schanzer". "Wenn du die Namen so liest, denkst du, da wird es schwer und das ist auch nicht gerade leicht und übrigens da was mitzunehmen ist auch fast unmöglich. Aber so denken wir nicht. Du musst versuchen einen Plan zu finden, um gegen diese Mannschaften zu bestehen", weiß Hasenhüttl.

Hasenhüttl: "Linie treu bleiben"
Vom Spielstil soll sich gegenüber den Auftritten in der zweiten Liga wenig ändern. "Wichtig ist mir, dass wir nicht Rasenschach anbieten, die Zuschauer sind von uns etwas anderes gewohnt. Wenn wir die Klasse damit halten ist es okay, wenn nicht, ist es wichtig, dass wir uns in den Spiegel schauen und sagen können, wir haben alles versucht und sind unserer Linie treu geblieben", sagte der 48-Jährige.

Der Erfolg soll sich durch viel Mut einstellen. "Ich weiß, dass wir eine Mannschaft haben, die wenig Angst hat", betonte der Steirer. Das stellte seine Mannschaft in der zweiten Liga eindrucksvoll unter Beweis. Gegen Kaiserslautern bestanden Goalie Ramazan Özcan und Co etwa auswärts vor 56.000 Leuten. "Die Umstellung ist da nicht so extrem, es gibt auch in der zweiten Liga Vereine mit viel Tradition und großen Stadien. Dort haben wir auch Gegner an die Wand gespielt und uns nicht versteckt, deshalb glaube ich, dass uns das auch in der ersten Liga gelingen kann", blickte Hasenhüttl optimistisch voraus.

Cup-Blamage als positives Omen?
Dass der Saisonstart mit dem Cup-1:2 beim Viertligisten Unterhaching misslang, könnte auch ein positives Omen sein, hatte sich der Klub in der Meistersaison doch auch im Cup nach der ersten Runde verabschiedet. Das Cup-Aus, bei dem Markus Suttner durchspielte, Lukas Hinterseer bis zur 54. Minute auftrat und Özcan auf der Bank saß, war aber klarerweise ein Dämpfer. Nicht nur deshalb ist der Respekt vor der Ligapremiere schon auch groß. "In den letzten Jahren ist immer wieder einmal ein Aufsteiger nach unten durchgereicht worden, das zeigt, wie schwer es ist, dort zu bestehen. Aber davon darf man sich nicht zu sehr beeindrucken lassen", meinte Hasenhüttl.

Wichtig wird es für den 2004 als Fusion der beiden ansässigen Vereine MTV Ingolstadt und ESV Ingolstadt gegründeten Vereins auch sein, etwaige Rückschläge schnell wegzustecken. "Wir werden sicher die eine oder andere Packung kassieren, eine auf den Sack bekommen. Dann müssen wir uns aber schütteln und gleich wieder aufstehen", weiß der Steirer.

Kleine Klubs die "Würze der Bundesliga"
Mit Ingolstadt und Darmstadt schafften kleinere Klubs den Aufstieg. Viele Fans würden an ihrer Stelle lieber in der zweiten Liga tätige größere Traditionsclubs im Oberhaus sehen. "Ich höre es nicht gerne, wenn kleinere Klubs als lästiges Übel bezeichnet werden. Wir sind die Würze der Bundesliga, es macht Spaß, wenn ein Kleiner dem Großen ein Bein stellt", erklärte Hasenhüttl.

Dass dem "jungen" Klub noch Tradition fehlt, ist Ingolstadts Trainer bewusst. Das soll sich aber in Zukunft ändern. "Dortmund war nach zehn Jahren auch noch nicht der Verein, der er jetzt ist. Wir sind jetzt erst in unserem elften Jahr. Lasst uns ein bisschen Zeit, dann werden wir uns Tradition erarbeiten", so Hasenhüttl. Sein Vertrag beim Aufsteiger läuft bis Sommer 2017.

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