Di, 12. Dezember 2017

Pillen, Hanf & Co.

13.08.2015 11:56

Doping: Profi-Gamer müssen bald zum Speicheltest

Nachdem das Geständnis des Profi-Gamers Cory Friesen, während wichtiger Turniere mit Psychopharmaka gedopt zu haben, Wellen in der E-Sport-Community schlug, steht fest, wie die Liga ESL Doping-Sünder künftig aus dem Verkehr ziehen will. Bei Turnieren – etwa dem bald in Köln stattfindenden ESL One – werden zufällig ausgewählte Gamer per Speicheltest auf verbotene Substanzen untersucht. Untersagt ist neben Muntermachern unter anderem auch Hanf.

Diese Droge sei "zur Entspannung" vor dem Turnier zwar kein Ausschlussgrund, wer während eines Turniers unter Cannabiseinfluss erwischt wird, muss aber mit Sanktionen rechnen. Andere Stoffe, auf welche die ESL die E-Sport-Athleten untersucht, umfassen Aufputschmittel wie das von Friesen und seinem Team konsumierte Adderall ebenso wie klassische Dopingmittel wie Steroide oder Anabolika.

Wie das IT-Portal "Golem" berichtet, nutzt die ESL für ihre Doping-Tests die gleiche Liste verbotener Stoffe wie die Weltantidopingbehörde WADA – und die ist ziemlich umfangreich, enthält alle möglichen Aufputsch- und Betäubungsmittel.

Durchgeführt werden die Tests zunächst nur mit einzelnen Spielern, die per Zufallsgenerator ausgewählt werden. Sie müssen in einem abgetrennten Bereich des Turniers Speichel abgeben, der dann auf die verbotenen Substanzen untersucht wird. Ursprünglich waren Hauttests geplant, wegen der größeren Zuverlässigkeit habe man sich nun allerdings für die Speichelvariante entschieden.

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