So, 17. Dezember 2017

Nazi-Schatz?

12.08.2015 17:17

Mysteriöser Goldbarren in bayrischem See entdeckt

Einen waschechten Goldbarren hat eine Urlauberin beim Baden im bayrischen Königssee entdeckt. Die junge Frau erwies sich als ehrliche Finderin und übergab das wertvolle Fundstück der Polizei. Der mysteriöse Fund befeuert nun eine alte Legende: dass die Nazis kurz vor Kriegsende ihr sagenumwobenes Gold am Obersalzberg versenkt haben.

Die junge Frau schwamm am Freitagnachmittag in dem See, als sie plötzlich in Ufernähe im Wasser etwas "blitzen und blinken" sah, so Stefan Sonntag, der Sprecher des Polizeipräsidiums Rosenheim. In rund zwei Metern Tiefe entdeckte die 16-Jährige den etwa 500 Gramm schweren Goldbarren.

Die Finderin gab den Fund bei der Polizei ab und nach kurzer Zeit war klar: Es handelt sich um echtes Gold. Der Wert wird auf etwa 16.000 Euro geschätzt. Eine anschließende Suche mit Tauchern nach möglichen weiteren Stücken förderte aber zunächst kein weiteres Gold ans Tageslicht.

Goldbarren absichtlich beschädigt
Unklar ist, wie das Gold in den Königssee kam - und wem es gehört. Das soll nun eine kriminaltechnische Untersuchung im Bayerischen Landeskriminalamt in München klären. Denn offenbar wurde der Barren absichtlich beschädigt, um seine Herkunft zu verschleiern. Während die Prägung der Gießerei noch deutlich zu erkennen ist, hat sich am unteren Teil des Barrens jemand zu schaffen gemacht - dort steht normalerweise eine Nummer, durch die jeder Goldbarren identifiziert werden kann. Diese wurde sorgfältig ausgekratzt.

Der mysteriöse Fund sorgt bereits für Spekulationen. Während von den Behörden nicht ausgeschlossen wird, dass es sich bei dem Gold um die Beute eines Raubzuges handelt, ruft der Goldbarren eine alte Legende wieder auf den Plan: Kurz vor Kriegsende sollen die Nationalsozialisten unzählige Goldreserven verschwinden haben lassen. Ein Teil des Nazigoldes soll in Alpenseen versenkt worden sein. Der Königssee ist ein heißer Kandidat, glaubt man Schatzsuchern. Schließlich ist der Obersalzberg, Hitlers Ferienresidenz und Zweitwohnsitz, ganz nah.

"Kein Schatz im Silbersee"
Für die Legende mit dem Nazi-Gold im Königssee gibt es bislang freilich keinen Beleg - auch Polizeisprecher Sonntag wiegelt ab: "Es gibt da keinen Schatz im Silbersee." Der See befindet sich inmitten des Biosphärenreservates Berchtesgaden und wird besonders geschützt. Aus diesem Grund darf man auch nicht so ohne Weiteres im See tauchen oder gar mit schwerem Gerät auf Schatzsuche gehen.

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