Mo, 18. Dezember 2017

Stützpunkt Vomp

12.08.2015 15:22

"Keine Einsätze aufgrund des Personalmangels"

Von Tag zu Tag kommen neue, interessante Details in Bezug auf den Hubschrauberstützpunkt Vomp ans Tageslicht. "Da derzeit keine stets bereite Einsatzmannschaft vor Ort stationiert ist, kann das Heer nicht mehr zu Waldbränden ausrücken", ärgert sich Fritz Gurgiser. Das Bundesministerium wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Die andauernde Hitzewelle in Tirol birgt auch die Gefahr von Waldbränden. So wie am vergangenen Freitag in Terfens, wo sich ein Feuer auf einer Fläche von 25 Quadratmetern ausbreitete. Assistenzleistungen vom Stützpunkt Vomp wären an diesem Tag wünschenswert gewesen. Jedoch Fehlanzeige, wie Fritz Gurgiser aufzeigt: "Zwischen dem Bundesheer und dem Land Tirol besteht noch bis Jahresende ein Vertrag. Dieser verpflichtet das Heer, bei diversen Katastropheneinsätzen von Vomp aus auszurücken. Derzeit ist dies aber nicht möglich, da dort keine stets bereite Einsatzmannschaft stationiert ist. Es wird somit vertragswidrig gehandelt."

"Katastrophenschutz-Killer-Minister"

Eine Tatsache, die für den früheren Abgeordneten nur schwer nachvollziehbar ist. "Verteidigungsminister Gerald Klug outet sich dadurch als 'Katastrophenschutz-Killer-Minister' für die drei Bundesländer Tirol, Vorarlberg und Salzburg." Ein Lokalaugenschein vor Ort zeigt, dass der Hubschrauberstützpunkt mittlerweile von der Frundsberg- Kaserne abgetrennt ist. Auch ein neues "Achtung Heliport"-Schild, das vor starken Winden bei an- und abfliegenden Hubschraubern warnt, wurde montiert. "Das ist absolut lächerlich, wo doch kein Hubschrauber ausrückt", tobt Gurgiser.

"Vorwürfe nicht wahr"

Das Bundesministerium weist die Vorwürfe zurück. "Die Hubschrauber sind unter der Woche während der Dienstzeit verfügbar. Wir haben auch Einsatzkräfte stationiert. Sie werden jedoch lediglich bei voraussehbaren Begebenheiten in Bereitschaft versetzt. Dabei handelt es sich um Lawinenwarnungen und Unwetter. Waldbrände zählen nicht dazu", stellt Robert Rauter gegenüber der "Krone" klar.

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