Mo, 11. Dezember 2017

US-Außenminister

12.08.2015 09:31

John Kerry glaubt, Russland und China hören ihn ab

Russland und China lesen nach Überzeugung von US-Außenminister John Kerry möglicherweise dessen E-Mail-Korrespondenz mit. Auf eine entsprechende Frage sagte Kerry im TV-Sender CBS, dies sei "sehr wahrscheinlich". Es liege "im Bereich des Möglichen" und es sei zudem bekannt, dass diese Länder in der jüngsten Vergangenheit "eine Reihe von US-Interessen angegriffen" hätten.

Er schreibe seine E-Mails jedenfalls im Wissen um die Möglichkeit, dass sie mitgelesen werden könnten. Cyberspionage sei ein wichtiges Thema zwischen den USA und China, führte Kerry aus.

Auch beim Treffen von US-Präsident Barack Obama mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping im September in Washington werde es auf der Agenda stehen. "Wir leben leider in einer Welt, in der viele Länder, darunter die Chinesen und die Russen, immer wieder an Cyberattacken auf US-Interessen und die US-Regierung beteiligt waren", sagte der US-Außenminister CBS.

Hacker drangen in Regierungssysteme ein
Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass Hackern ein Angriff auf die Personalverwaltung der US-Regierung gelungen war. Medienberichten zufolge führt die Spur nach China. Peking weist die Verantwortung für den Angriff jedoch zurück.

Was Kerry im Fernsehen nicht ansprach war, dass die USA nicht nur ein beliebtes Ziel, sondern oft auch Ursprung von Hackerangriffen sind. Der IT-Sicherheitsdienstleister Norse visualisiert den weltweiten Cyberkrieg auf einer interaktiven Karte. Darauf ist zu erkennen, dass die USA nicht nur bei den Zielen von Hackerangriffen, sondern auch bei deren Ursprung im internationalen Spitzenfeld rangieren.

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