Di, 21. November 2017

Stare vertrieben

12.08.2015 09:03

Neusiedl: Kleinflugzeug abgestürzt - Pilot tot

Im Bezirk Neusiedl am See im Burgenland hat am Dienstagnachmittag der Absturz eines Kleinflugzeuges ein Menschenleben gefordert. Die Maschine, die laut Angaben der Landessicherheitszentrale zur Vertreibung von Staren aus den Weingärten eingesetzt war, prallte bei Weiden am See gegen eine Hochspannungsleitung und stürzte ab. Der Pilot kam dabei ums Leben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, dürfte die tief stehende Sonne zu dem Absturz geführt haben.

Die Hochspannungsleitung wurde bei dem Anprall abgerissen, das Flugzeug blieb etwa 200 Meter weiter in einer Grünbrache liegen. Die Einsatzkräfte wurden gegen 15 Uhr alarmiert. Ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Rettungswagen sowie die Feuerwehr rückten zur Absturzstelle aus. Die Hochspannungsleitung sei zunächst noch unter Strom gestanden, die Abschaltung habe aber gut funktioniert, schilderte der Kommandant der Feuerwehr Weiden am See, Christoph Wachtler.

Ermittler gehen davon aus, dass der verunglückte 75-Jährige, ein erfahrener Pilot, die Leitung aufgrund der Sonneneinstrahlung übersah. Fremdverschulden ist laut Polizei auszuschließen. Das Flugzeug war ordnungsgemäß gewartet.

Vertreibung von Staren endet oft tragisch
Bei der Vertreibung von Staren mittels Flugzeug haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Unfälle ereignet. 2012 wurde eine Pilotin bei einem Absturz verletzt. Im August des Vorjahres kollidierte bei Gols ebenfalls ein Flieger mit einer Stromleitung. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät.

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