Fr, 20. Oktober 2017

"Anreize zu gering"

11.08.2015 15:39

Leitl: Wer will, findet Job – „Arbeit wäre da“

376.522 Menschen waren Ende Juli in Österreich ohne Job - doch das müsste laut Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl nicht sein. In einem Interview mit dem "Volksblatt" antwortete Leitl am Dienstag auf die Frage, ob jeder, der arbeiten will, eine Arbeit findet: "Ja." Und weiter: "Vielleicht nicht immer vor der Haustüre und nicht immer in seinem Traumberuf: Die Arbeit wäre da."

Zur Mindestsicherung sagte Leitl, dass der Anreiz zu arbeiten gering sei. "Ja, es stört mich, dass man aus der Mindestsicherung plus den Transferzahlungen netto auf ungefähr das Gleiche kommt wie wenn du für 1.700 Euro brutto arbeitest. Der Anreiz zu arbeiten ist niedrig."

Zur Wettbewerbsfähigkeit Österreichs sagte der Wirtschaftskammer-Boss: "Wir müssen was Produktions- und Lohnkosten betrifft raus aus der Komfortzone und rein in die Realität eines weltweiten Wettbewerbs mit hungrigen Asiaten auf der einen Seite und dynamischen Amerikanern auf der anderen Seite."

Mindestsicherung vs. Zumutbarkeit: Auch Schelling dachte laut
Zuletzt hatte Finanzminister Hans Jörg Schelling laut über seiner Ansicht nach zu geringe Unterschiede zwischen arbeitslosem und Erwerbseinkommen nachgedacht - wenngleich in einem mehrtägigen Zickzackkurs. Von einer Kürzung des Arbeitslosengeldes wollte er zuletzt nichts mehr wissen, er stellte schließlich die Zumutbarkeitsgrenzen bei der Annahme eines neuen Jobs in den Mittelpunkt seiner Überlegungen.

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