Sa, 18. November 2017

Neues Album

11.08.2015 10:54

Madsen und ihr „Kompass“: Mehr Rock denn je zuvor

Fünf Alben haben Madsen bisher veröffentlicht, die jeweils unterschiedlich stark von Pop, Indie-, Stadion- oder Classic Rock geprägt waren. Auch Studioarbeit Nummer sechs, "Kompass", hat ihren eigenen Sound: "Da ist vielleicht so ein bisschen unser Stoner-Rock-Album", sagte Gitarrist Johannes Madsen mit einem breiten Grinsen in einem Interview mit der APA.

Die Zufriedenheit mit den neuen Songs ist dem Musiker, einem von drei Brüdern in der Band aus dem deutschen Wendland, ins Gesicht geschrieben. "Na ja, wir haben die Arbeit gerade erst abgeschlossen, da findet man das neue Material immer besonders gut. Ich glaube aber nicht, dass sich da meine Meinung groß ändern wird", meinte er, während Kollege Niko Maurer (Bass) zustimmend nickte.

Zufällige Stiländerung
Neu haben sich Madsen nicht erfunden. "Das Typische von Madsen wollen wir uns ja erhalten", sagte Maurer. "Auf einem Album von Madsen sollte auch Madsen drauf sein. Aber eine Weiterentwicklung muss schon sein." Dass sich "Kompass" in Richtung Stoner-Rock bewegte, sei nicht auf dem Reißbrett konzipiert worden, versicherte Johannes. "Wir hatten 65 Demos als Basis. Irgendwann muss man ein paar Songs auswählen, die man unbedingt auf dem Album haben will. Da beginnt sich dann der Stil herauszukristallisieren."

Dann liegt es an Sänger Sebastian Madsen, den gefundenen Sound zu zementieren. "Wenn er merkt, in welche Richtung eine Platte geht, schreibt er noch ein, zwei Songs, die dazupassen", erklärte Johannes. Über die Texte seines Frontmans sagte der Gitarrist: "Beim ersten und zweiten Album hat Sebastian noch viel Interpretationsfreiheit gelassen. Jetzt sind die Texte teilweise sehr direkt."

Gemeinsam statt einsam
Studiozeit kostet erstens Geld, zweitens kann langes Herumtüfteln die Spontanität in die Schranken weisen. Die Musiker von Madsen pflegen ihr Material stets gut zu proben, bevor es ans Aufnehmen geht. Johannes: "Wir spielen dann möglichst viel zusammen ein. Ich glaube, man spürt das, wenn man die Songs hört."

An Höhepunkten sei ihre bisherige Karriere nicht arm, betonten die beiden Deutschen. Ein Auftritt am Wiener Donauinselfest sei etwa "riesig" gewesen. Auch bei diversen Festivals in Österreich hat man immer wieder vorbeigeschaut. "Als deutschsprachige Band kommt man aus dem deutschsprachigen Raum schwer heraus", erzählte Maurer. "Vor ein paar Jahren wurden wir eingeladen, durch die USA zu touren. Das war der Knaller!" Gegen Jahresende stehen wieder Gigs in Österreich an.

Reibung als Vorteil
Natürlich reibe man sich auch bei Madsen manchmal. Aber: "Man sieht viel zu viele gute Bands kaputtgehen, weil sich die Mitglieder nicht mehr vertragen", merkte der Johannes Madsen an. "Man muss durchhalten. Wir Brüder haben den ganzen Scheiß schon längst durchgestritten, da gibt es nicht mehr viel Reibungsflächen."

Im Herbst sind Madsen dann mit frischem Material auch wieder in Österreich unterwegs. Am 5. November in der Wiener Arena, am 12. Dezember im Linzer Posthof und am 13. Dezember im Grazer Orpheum. Tickets erhalten Sie unter 01/960 96 999 oder im "Krone"-Ticketshop.

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