Mi, 13. Dezember 2017

Strafe verhängt

10.08.2015 20:23

Mit Basejump Andenken an 9/11-Opfer "beschmutzt"

Zwei Basejumper, die mit ihrem Fallschirm vom neuen World Trade Center in New York sprangen, sind zu einer Geldstrafe und zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Der 33-jährige Stahlarbeiter und der 34-jährige Zimmermann hätten mit ihrer Aktion das Andenken an die Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 "beschmutzt", begründete das Oberste Gericht des US-Bundesstaates New York seine Entscheidung. Beide Männer müssen 2000 Dollar zahlen sowie 200 beziehungsweise 250 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Basejumper waren im September 2013 von dem damals kurz vor der Fertigstellung stehenden One World Trade Center an der Südspitze Manhattans gesprungen. Das Video ihres Stunts (siehe oben) sorgte im Internet für Furore. Der Adrenalin-Kick hätte den Männern im schlimmsten Fall zwei Jahre Gefängnis einbringen können. Ein dritter Beteiligter soll in einem separaten Verfahren verurteilt werden. Die Basejumper waren in der Nacht auf der Baustelle eingebrochen, wo einer der Männer gearbeitet und die Fallschirme versteckt hatte.

"Egoistisch und rücksichtslos"
Der Fallschirmsprung sei "egoistisch und rücksichtslos" gewesen, sagte Richter Juan Merchan. "Sie können sich glücklich schätzen, dass ihr Stunt nicht in einer Tragödie endete." Das auf den Trümmern des alten World Trade Centers errichtete Hochhaus sei zudem ein "heiliger" Ort.

Am 11. September 2001 hatten Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida zwei Passagierflugzeuge entführt und in das World Trade Center fliegen lassen. Ein weiteres Bundesstaat Pennsylvania in ein Feld. Fast 3000 Menschen wurden getötet.

Auf dem Gelände in New York entstanden in den vergangenen Jahren neue Hochhäuser, der Wolkenkratzer One World Trade Center wurde Ende 2013 fertiggestellt. Vergangenes Jahr zogen die ersten Mieter in das höchste Bürogebäude der USA ein.

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