Do, 14. Dezember 2017

Die besten Tipps

10.08.2015 18:00

Ab unter die Dusche!

"Und ab unter die kühle Dusche!" Bei Hitzewellen wie in diesem Sommer zählt der mitunter mehrmals tägliche Gang unter das prickelnd-erfrischende heimische Nass aus der Brause zu den absoluten Lieblingsgewohnheiten vieler Österreicher. Doch duschen statt baden hat nicht nur im Sommer Hochsaison. Denn Bad-Experten orten eine deutliche Trendumkehr.

Wie ganz Mitteleuropa wird auch Österreich immer mehr zu einem Land der Duscher. Übrigens: über den Jahresdurchschnitt betrachtet bevorzugt Warmduscher. Dafür gibt es eine ganze Reihe von guten Gründen, nicht zuletzt die Designentwicklung, die die eher schlicht-langweiligen Duschkabinen von gestern in wahre Spa-Wellness-Erlebniswelten verwandelt hat.

Mehr als nur Körperreinigung
Es geht schnell und ist je nach Wunsch anregend oder entspannend. Duschen kann weit mehr, als nur den Körper zu reinigen. Die kalte Dusche kostet zwar einiges an Überwindung, vertreibt aber zuverlässig (zumindest für den Moment) Müdigkeit und so manche unangenehme Folge einer durchgefeierten Nacht. Duschen mit heißem Wasser wirkt nicht nur besonders entspannend, sondern kann auch so manchen verspannten Muskel sanft lockern.

Übrigens: Am besten kühlt an heißen Tagen nicht die kalte, sondern die lauwarme Dusche!

Duschen macht aber auch glücklich. Das ist sogar wissenschaftlich bestätigt, denn Psychologen der Universität Wien haben nachgewiesen, dass genussvolles Duschen mit warmem Wasser im Gehirn Glückhormone, so wie es auch beim Joggen der Fall ist, produziert. Also, in Sachen Glück eine echt brauchbare Alternative zum morgendlichen Dauerlauf!

Zusätzlich gesteigert und gesteuert werden kann der Duschspaß noch durch die Verwendung bestimmter Öle und Lotionen.

Neues Designobjekt mit vielen Extras
Einhergehend mit der neuen großen Beliebtheit findet man heute eine große Vielfalt an Gestaltungskonzepten und -vorschlägen für den Duschbereich sowie auch viele Modelle und Ergänzungen. Von Vorteil ist, dass das "Auftunen" des Duschbereiches in den meisten Fällen wesentlich kostengünstiger und einfacher durchzuführen ist, als es bei Badewannen der Fall ist. So kann auch schon durch den Erwerb eines neuen Brausekopfes mit Zusatzfunktionen der ganz persönliche Wellness-Faktor kräftig gesteigert werden.

Angesagt sind seit Längerem vor allem bodengleiche Duschen. Nicht zuletzt auch deshalb, da die barrierefreie Gestaltung im Sanitärbereich zunehmend wichtiger wird.

Im (leider teureren!) Trend liegen Modelle, die das Wasser nicht nur von oben herunterprasseln lassen, sondern auch von den seitlichen Wänden des Duschbereiches. Einfache Bedienelemente und Sicherheitsfunktionen, wie etwa "Verbrühschutz", machen das Duschen auch im morgendlichen Schlaftaumel zu einem ebenso bequemen wie belebenden Waschritual.

Noch komfortabler wird es dann mit den sogenannten cleveren Features, die in unserer Hightech-Zeit so gut wie alle Überlegungen abnehmen: Eine Memory-Funktion speichert die gewünschte Wassermenge und -temperatur, eine eigene Anzeige zeigt an, wann diese Temperatur erreicht ist, und ein Pausenstopper dreht ganz automatisch für den Zeitraum des Einseifens oder Schamponierens der Haare den Wasserstrahl ab. Sparsam kontrollierter Wasserverbrauch versteht sich von selbst.

Die Kehrseite der Medaille
Doch selbst beim so simpel erscheinenden Duschen gibt es einige Punkte zu beachten, damit die Reinigung auch wirklich umfassend sauber ist.

An oberster Stelle steht die Hygiene. "Ist doch sowieso immer sauber", meinen die meisten zu Recht. Doch Tatsache ist, dass in den meisten Duschkabinen auf relativ engem Raum mit viel warmem bzw. heißem Wasser gepritschelt wird.

Besonders mit der Duschbrause nehmen es viele nicht so ernst. Das gute Stück bleibt in vielen heimischen Duschkabinen jahrelang, ohne ausgetauscht zu werden. Duschköpfe können sich allerdings zu wahren Bakterienschleudern entwickeln: Bakterien lieben die warme und dunkle Umgebung im Inneren der Brauseköpfe. Vor allem bei immungeschwächten Personen kann dies im Ernstfall zu einer Lungenentzündung führen. Besonders dann, wenn der Warmwasserboiler nur auf 45 Grad gestellt wird und längere Zeit (z.B. im Urlaub) kein warmes Wasser benützt wird.

Tipp: Den Boiler auf mindestens 75 Grad einstellen und vor der ersten Dusche nach einem Urlaub zunächst einmal das Wasser ablaufen lassen (gilt übrigens auch für Waschbecken). Spar-Tipp: Das Wasser kann aufgefangen und als Gießwasser verwendet werden - so wird nichts verschwendet.

Beim Duschen mit warmem Wasser entsteht auch viel Dampf und Luftfeuchtigkeit. Gründliches Lüften nach jeder Dusche ist also oberstes Gebot, will man z.B. Schimmel im Bad vermeiden.

Billiger als ein Vollbad?
Zu den vielen Vorzügen von Duschen - so die weit verbreitete Meinung - soll auch zählen, dass die Reinigung mit fließendem Wasser wesentlich günstiger komme als das genüssliche Vollbad. Ein wesentlicher Faktor, denn in vielen Haushalten steht der Energieverbrauch für das Warmwasser gleich an zweiter Stelle nach dem Heizen. Doch leider stimmt diese Allgemeinaussage so nicht. Denn letztlich kommt es natürlich auf die Dauer der Dusche an. Und viele "Dusch-Fans" schätzen gerade das minutenlange entspannte Duschen. Ein solch ausgiebiges Duschen ist jedoch keinesfalls billiger als ein Vollbad. Beim Duschen steckt also ein großes Sparpotenzial - konkreten Berechnungen zufolge bis zu 340 Euro pro Jahr und Haushalt.

Am Markt gibt es mittlerweile verschiedenste Modelle sogenannter "Sparbrausen", wobei allerdings die Einsparungspotenziale von Modell zu Modell sehr unterschiedlich sind. Fließen durch einen üblichen Duschkopf jede Minute rund 16 bis 18 Liter Wasser, so kann ein Sparmodell diesen Verbrauch auf rund acht Liter vermindern. Und zwar ohne dass das Duschvergnügen verloren geht. Eine Überprüfung der eigenen Dusche im Hinblick auf Wasserverbrauch ist also allemal lohnend.

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