Mo, 11. Dezember 2017

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10.08.2015 11:17

"Assassin's Creed: Syndicate": So meuchelt Evie

Die Kritik am Fehlen eines weiblichen Spielcharakters im Vorgänger "Assassin's Creed: Unity" hat man bei Ubisoft beherzigt. Im für Herbst erwarteten Nachfolger "Syndicate" haben Gamer die Wahl zwischen den Geschlechtern. Wie es sich mit der Assassinin Evie meucheln lässt - wir haben es auf der Gamescom in Köln bereits ausprobieren können.

"Assassin's Creed Syndicate" spielt im London des Jahres 1868. Die industrielle Revolution hat zahlreiche Erfindungen hervorgebracht, die das Leben von Millionen Menschen nachhaltig verändert haben - allerdings nicht zwingend zum Guten: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Um zu überleben, flüchten sich daher viele Arbeiter in Gangs und den - kriminellen - Untergrund.

Unterstützung bei diesem Überlebenskampf erhalten sie von Jacob Frye und dessen Schwester Evie. Den beiden Assassinen fällt die Aufgabe zuteil, die Massen der Unterdrückten anzuführen und ihre Fesseln zu sprengen. Die Vorgehensweisen der beiden könnten dabei nicht unterschiedlicher sein: Er ein hitzköpfiger und waffenerprobter Schlägertyp; Sie eine Meisterin der Tarnung.

Welchem der beiden Charaktere man den Vorzug gibt, bleibt Spielern in der offenen Spielwelt Londons mit ihren Sehenswürdigkeiten (darunter Big Ben, Saint Paul's Cathedral, Waterloo Station) selbst überlassen. An optionalen Nebenmissionen zur Auswahl stehen unter anderem illegale Faustkämpfe, Raubüberfälle auf Kutschen, Züge und Boote sowie Befreiungsaktionen von Kindern aus Fabriken. Ähnlich abwechslungsreich präsentieren sich die Storymissionen. Einziger Unterschied: Welchen Charakter der Spieler steuert, ist hierbei oftmals vorgegeben.

Wir konnten in Köln erstmals als Evie spielen und mit ihr in einer sogenannten "Black Box"-Mission, die mit "Unity" ihre Premiere feierten, den Tower infiltrieren, um eine Zielperson auszuschalten (siehe Gameplay-Video oben). Trotz Evies im Vergleich zu Jacob schwächerer Konstitution, entschieden wir uns dabei für die "Hau drauf"-Methode, befreiten einen eingesperrten Constable, konnten so die ihm unterstellten Royal Guards für uns gewinnen und mit ihnen gemeinsam den Tower stürmen.

Dabei zeigte sich vor allem eines deutlich: Was Evie an körperlicher Stärke fehlt, macht sie im Kampf durch Schnelligkeit wieder wett. Mit eleganten Stockhieben konnten wir Wache um Wache ausschalten, wobei uns auch die neue Elektroschock-Granate nützliche Dienste erwies. Evies Stealth-Fähigkeit, die sie mit ihrer Umgebung verschmelzen lässt, solange sie an einer Stelle verharrt, war dann gar nicht mehr vonnöten.

Als durchaus sehr praktisch erwies sich hingegen der neue Seilwerfer, der es Evie (und ihrem Bruder Jacob) erlaubt, selbst hohe Mauern binnen Windeseile zu erklimmen. Wen das Kraxeln an "Assassin's Creed" schon immer gestört hat, darf sich also freuen. Andererseits war gerade die Suche nach der richtigen Kletterroute, um auf und in Gebäude zu gelangen, stets ein elementarer Bestandteil des Spiels. Es bleibt also spannend abzuwarten, wie Fans auf diese neue Funktion reagieren.

In Sachen Optik gab sich "Assassin's Creed Syndicate" während unseres kurzen Anspielens keine Blöße. Bereits der Vorgänger sah bombastisch aus und wusste insbesondere mit seinen detaillierten Innenräumen zu begeistern. "Syndicate" steht dem - unserem ersten Eindruck nach - in nichts nach. Ein endgültiges Urteil können wir uns aber erst ab dem 23. Oktober erlauben, wenn das Spiel für PS4 und Xbox One erscheint. Die PC-Version soll wenig später folgen.

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