Sa, 18. November 2017

Flüchtlinge verletzt

10.08.2015 09:49

Schlepper springt aus fahrendem Kleinbus - Unfall

Ein mit 17 Flüchtlingen besetzter Kastenwagen ist am Sonntagabend im Nordburgenland nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei im Straßengraben gelandet. Drei Menschen wurden verletzt. Auch zwei Beamte, die den Wagen stoppen wollten, erlitten leichte Blessuren. Der Schlepper hatte die Insassen ihrem Schicksal überlassen und war aus dem fahrenden Auto gesprungen.

Einer Zivilstreifenbesatzung war gegen 22 Uhr im Ortsgebiet von Mönchhof im Bezirk Neusiedl am See ein sichtlich überladener, weißer Kastenwagen aufgefallen. Hinter den verhängten Scheiben des Fahrzeugs mit deutschen Überstellungskennzeichen konnten die Polizisten Umrisse von Menschen erkennen.

Als die Beamten den Wagen mit Blaulicht überholten, um ihn zu stoppen, kam es zur Verfolgungsjagd. Der Lenker des Kastenwagens beschleunigte zunächst und fuhr an ihnen vorbei. Nachdem die Polizisten noch einmal überholt hatten, krachte das Schlepperfahrzeug ins Heck der Zivilstreife. Danach wurde der Wagen plötzlich langsamer - der Schlepper war laut Polizei offenbar aus dem fahrenden Auto gesprungen.

Drei Flüchtlinge bei Unfall verletzt
Der führerlose Kastenwagen rollte danach über eine rund eineinhalb Meter hohe Böschung und kippte in den Straßengraben. Als sich die Beamten dem Fahrzeug näherten, hörten sie Hilferufe in Englisch. Da die Hecktüren nicht aufgingen, entfernten die Polizisten die Heckscheiben. Danach kletterten 17 Menschen aus dem Kastenwagen. Drei von ihnen wurden verletzt ins Spital gebracht.

Mehrere Streifen und ein Polizeihubschrauber fahndeten nach dem flüchtigen Lenker - bislang ohne Erfolg. Die Feuerwehr Mönchhof barg das Unfallfahrzeug, die L303 war mehr als eine Stunde lang gesperrt.

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