Do, 14. Dezember 2017

Hitzetod in US-Wüste

10.08.2015 15:36

Urlauberpaar opferte sich für neunjährigen Sohn

Nach dem tragischen Hitzetod eines französischen Urlauberpaares in den USA ist der überlebende Sohn der beiden in seine Heimat zurückgekehrt. Der neunjährige Enzo landete am Sonntag mit seiner Großmutter auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle, wie die Nachrichtenagentur AFP erfuhr. Die Eltern dürften den aktuellen Erkentnissen zufolge ihr Leben geopfert haben, um das ihres Sohnes zu retten.

Parkwächter hatten zunächst die Leiche der Mutter im Nationalpark White Sands National Monument im US-Bundesstaat New Mexico gefunden. Erst als sie sich die Kamera der Frau ansahen, wurde ihnen klar, dass die 51-Jährige nicht allein unterwegs gewesen war. Sie starteten daraufhin die Suche nach ihrem Mann und ihrem Sohn. Der dehydrierte Neunjährige sei dann bei der Leiche seines 42-jährigen Vaters gefunden worden, sagte der örtliche Polizeichef Benny House der Zeitung "Alamogordo Daily News".

Ihm zufolge hätten die Eltern ihrem Sohn etwa doppelt so viel Wasser überlassen wie sie sich selbst gegönnt hätten. Bei den Leichen des Paares wurden zwei leere 600-Milliliter-Wasserflaschen gefunden. "Es kann sein, dass das Kind es wegen seiner geringeren Körpergröße so gut überstanden hat - und weil es außerdem wahrscheinlich mehr Wasser trank als die Eltern", so House.

Mutter starb allein am Rückweg Richtung Parkplatz
Der Bub berichtete demnach, dass die Mutter Richtung Parkplatz zurückgekehrt sei, nachdem sie sich während der Wanderung unwohl gefühlt habe. Sein Vater sei mit ihm weitergegangen. Als der Vater bewusstlos geworden sei, habe er sich entschieden, bei ihm zu bleiben, weil er nicht gewusst habe, was er sonst tun könne.

"Sie haben die Härte der Naturelemente unterschätzt", wurde der Sheriff von Otero County, David Hunter, zitiert. Als die Familie im Nationalpark in New Mexico unterwegs war, herrschten dort rund 38 Grad Celsius. Die Wanderung soll die Familie seit Längerem geplant haben, für den US-Urlaub waren insgesamt fünf Wochen vorgesehen. Erst im vergangenen Jahr war das Ehepaar für zehn Tage zu einer ähnlichen Reise in den USA gewesen.

Der Sprecher des Nationalparks, Patrick O'Driscoll, sagte, den Besuchern werde ab einer Temperatur von etwa 30 Grad von Wanderungen abgeraten. Außerdem solle jeder mindestens eine Gallone (rund 3,8 Liter) Wasser dabei haben.

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