Fr, 15. Dezember 2017

Große Hilfsaktion

10.08.2015 09:28

Verwahrloste Tiere von Anifer "Gnadenhof" gerettet

Seit Monaten schon herrscht gähnende Leere auf den Koppeln rund um einen Gnadenhof in Anif in Salzburg. Das machte die Anrainer stutzig. Wie sich zeigte zu Recht. Denn bei einem Lokalaugenschein am Freitag entdeckte eine Delegation von Tierschützern, Anrainern und Politikern, dass einige der Schützlinge sehr verwahrlost sind.

26 Pferde und je zwei Esel, Geißböcke und Ponys leben auf dem Gnadenhof. Eine Pflegerin kümmert sich allein um die Tiere und scheint damit trotz aller guter Absichten vollkommen überfordert zu sein. Die Nachbarin trommelte nun Tierschützer und Politiker zusammen. Nach einem Rundgang über das Gelände zeigte sich das ganze Ausmaß. "Der erste Stall sah noch recht sauber aus", schildert der Landesabgeordnete Helmut Naderer. "Doch in zwei weiteren Ställen zeigte sich das ganze Elend", ergänzt Tierschützerin Teresa Gasser.

Pferde konnten teils nicht richtig laufen
Die Tiere sind zum Teil sehr verwahrlost. Einige Pferde können aufgrund ihrer schlechten Hufe nicht richtig laufen – diese sind völlig verfault. "Für einen Laien könnte man sagen, sie laufen auf dem Fleisch", so Gasser. Bereits ein Jahr dürfte es her sein, dass das letzte Mal ein Schmied auf dem Hof war – wohl aus Geldmangel. Auf die umliegenden Wiesen durften die Tiere nicht mehr, weil die Zäune der Koppeln kaputt sind.

Große Hilfsaktion und Suche nach Plätzen
Jetzt wird eine große Hilfsaktion gestartet: Ein Handwerkerteam will neue Zäune errichten, zudem wird Geld für den Schmied zur Verfügung gestellt. Die Gnadenhof-Besitzerin überschrieb vier der Schützlinge der Tierrettung. Die zwei Geißböcke springen bereits über einen Franz-von-Assisi-Hof. Für die beiden lieben Ponys (Mutter und Sohn) wird noch ein guter Platz gesucht.

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