Mi, 22. November 2017

Sicherheitsrisiko

10.08.2015 08:33

Storchenschwarm sorgt am Linzer Airport für Stress

Ein großer Storchenschwarm fühlt sich neuerdings am Linzer Flughafen überaus heimisch: Das Airport-Management ist aus Sicherheitsgründen aber gar nicht begeistert, betont Flughafensprecher Ingo Hagedorn. Im Gegenteil, man arbeitet intensiv an Maßnahmen, die Meister Adebar die Anwesenheit verleiden sollen.

"Krone": Seit Mitte Juni haben sich 27 Störche am Flughafenareal in Linz Hörsching niedergelassen. Und das sorgt für ernsthafte Probleme.
Ingo Hagedorn: Ja, absolut. Die Störche sind relativ langsame und noch dazu sehr schwere Vögel. Das kann wirklich gefährlich werden, wenn zum Beispiel eines der Tiere gegen die Windschutzscheibe eines startenden oder landenden Flugzeugs fliegt – oder wenn ein Storch in eine Turbine gezogen wird.

"Krone": Wie gegen die Gefahr durch die Vögel vorgegangen werden muss, ist geregelt.
Hagedorn: Und zwar von der ICAO, der International Civil Aviation Organization, der weltweiten Luftfahrtorganisation. Da ist jede Vorgehensweise standardisiert.

"Krone": Was bedeutet denn das im Endeffekt, was ist darunter genau zu verstehen
Hagedorn: Unser Betriebsleiter muss regelmäßig ausfahren und die Störche mit einer Schreckschusspistole vertreiben. Am Abend muss er sie mit den Autoscheinwerfern so lange stören, bis sie endlich wegfliegen.

"Krone": Wie es den Anschein hat, lässt sich dieser Storchenschwarm aber gar nicht so leicht beeindrucken.
Hagedorn: Leider nicht. Deshalb haben wir spezielle LED-Lampen mit einem Flackerlicht angeschafft – und auch Vogelscheuchen. Wir müssen aber erst mit der Austro Control abklären, wo wir sie aufstellen dürfen, damit die Piloten dadurch nicht irritiert werden.

"Krone": Dass die Störche wegen der von ihnen ausgehenden Gefahr abgeschossen werden müssen, ist aber hoffentlich nicht zu befürchten?
Hagedorn: Nein, das ginge ja aus schon aus Sicherheitsgründen nicht. Wir haben derzeit im Sommer immerhin 30 bis 40 An- und Abflüge pro Tag, da kann man nicht hergehen und auf dem Flugplatz ein bisschen herumballern. Auch die ICAO empfiehlt einen Abschuss eines einzelnen Storchs wirklich nur als allerletzten Ausweg.

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