So, 17. Dezember 2017

Über See bei Moskau

09.08.2015 16:35

Flugzeug kollidiert mit Hubschrauber: Neun Tote

Beim Zusammenstoß eines Wasserflugzeugs mit einem Hubschrauber über einem beliebten Naherholungsgebiet sind in Russland vermutlich neun Menschen ums Leben gekommen. Taucher bargen aus dem Istra-Stausee nordwestlich von Moskau zunächst acht Leichen, darunter mindestens zwei von Kindern. Nach einem Vermissten werde noch gesucht, sagte ein Mitarbeiter der Rettungskräfte am Sonntag.

Ermittler vermuten als Ursache einen Pilotenfehler. Laut Augenzeugen vollführte der Kapitän des Wasserflugzeugs riskante Manöver, er soll weiters keine Genehmigung für Flüge an dem See gehabt haben, der auch der Wasserversorgung der russischen Hauptstadt dient.

Die Maschine vom Typ Cessna 206 war am Samstagabend mit dem Hubschrauber der Marke Robinson 44 zusammengeprallt. Die Trümmer fielen rund 500 Meter vom Ufer entfernt ins Wasser. Mehr als 120 Helfer mit insgesamt 40 Fahrzeugen waren im Einsatz. "Die Arbeit mit Tauchern und Booten dauerte die ganze Nacht", sagte Behördensprecher Dmitri Pestow. Die Justiz eröffnete ein Verfahren wegen Gefährdung des Flugverkehrs, am Unfallort wurde eine Untersuchungskommission erwartet. Am Steuer des Hubschraubers saß Ermittlungen zufolge ein erfahrender Sportpilot.

Das 1935 entstandene Reservoir gilt als beliebtes Naherholungsgebiet für die Millionenmetropole Moskau. Viele Bewohner der größten Stadt Europas besitzen Wochenendhäuser am Ufer des 22 Kilometer langen und bis zu drei Kilometer breiten Stausees. Außerdem treffen sich viele Angler an der Istra, einem Nebenfluss der Moskwa.

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