Fr, 15. Dezember 2017

Familienbande

09.08.2015 14:37

"Mafia 3": Leben und sterben lassen in New Orleans

Es war definitiv eine der größten Überraschungen der diesjährigen Gamescom: Mit "Mafia 3" kündigte Publisher 2K die von Fans bereits seit Langem ersehnte Fortsetzung seines Open-World-Games an. krone.at hatte in Köln bereits die Gelegenheit, einen ersten Blick auf das Gameplay des Gangster-Epos zu werfen.

New Orleans, 1968: Korruption und das organisierte Verbrechen halten die Stadt fest im Würgegriff. Italienische Gangster kontrollieren das illegale Glücksspiel, Drogen und Prostitution, während sich korrupte Polizisten und Politiker mit den Einnahmen die Taschen vollstopfen. Mitten unter ihnen lebt Lincon Clay, ein entrechteter Vietnam-Veteran, der gerade aus dem Krieg zurückgekehrt ist und ein Zuhause sucht.

Eine Art Familie, nach der er sich so sehnte, findet der als Waisenjunge aufgewachsene Lincoln schließlich im schwarzen Milieu der Stadt, doch die neue Familie wird von den italienischen Gangstern betrogen und ermordet. Von Rache getrieben, startet Lincoln einen brutalen Krieg gegen die Italiener, der das Gleichgewicht der Macht in der zwielichtigen Unterwelt von New Orleans ins Wanken bringt.

Wie Lincoln sein eigenes Verbrechensimperium aufbaut, entscheiden Spieler in "Mafia 3" selbst: durch Verschlagenheit, Auflauern und Täuschung oder mit überwältigender Gewalt und Feuerkraft. Unterstützung erhält Lincoln in jedem Fall von drei anderen Kriminellen, darunter auch ein bekanntes Gesicht: Vito Scaletta, Protagonist in "Mafia 2". Sie helfen Lincoln nicht nur bei der Verwaltung eroberter Lokalitäten, sondern verfügen zudem über nützliche Fertigkeiten wie das Intervenieren bei der Polizei, um aufgescheuchte Cops zurückzupfeifen und Lincoln so zur Flucht zu verhelfen, wie die Entwickler von Hangar 13 in Köln zeigten.

Nichts für Zartbesaitete
Ebenfalls zu sehen: Das Kampf- und Deckungssystem, mit dem sich Lincoln an seine Feinde heranschleicht, um sie etwa zuerst zu belauschen und dann – in der Regel – kaltblütig mit Pistole, Schrotflinte oder beispielsweise Messer zu ermorden. Für Zartbesaitete ist das nichts: Die Gewaltdarstellungen sind explizit und werden in Zeitlupen und Nahansichten entsprechend glorifiziert. Eine unterhaltsame Seite hat "Mafia 3" aber auch. Wenn der Protagonist mit seinem Wagen möglichst knapp an anderen Fahrzeugen vorbeirasen muss, um einem mitfahrenden Informanten wichtige Informationen zu entlocken, dann erinnert das an Hollywood-Kino.

Pulsierende Stadt
Filmreif und sehenswert ist auch die sonstige Inszenierung. Wenngleich wir bislang nur einen kleinen Blick auf die Spielwelt werfen konnten, das virtuelle New Orleans enttäuschte uns nicht: An allen Ecken und Enden der Stadt pulsiert das Leben und lassen Gesprächsfetzen der Bewohner uns im Vorbeigehen in ihre Geschichten eintauchen, während Jazz- und Bluesklänge aus den Lokalen der Bourbon Street dringen und sich mit dem Lärm der Straßenkreuzer vermischen.

Großartiger Soundtrack
Ohnehin spielt Musik in "Mafia 3" eine große Rolle. Ob von den Stones, Doors, Jimi Hendrix oder Sam and Dave – die großartige Songauswahl fügt sich perfekt ins Geschehen und unterstreicht damit das Spielgeschehen sowie den Spirit der 68er-Generation. Einziger Wermutstropfen: Bis zum Release von "Mafia 3" auf PC, PS4 und Xbox One müssen sich Fans leider noch bis zum nächsten Jahr gedulden.

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