Fr, 24. November 2017

McDonald teilt aus

08.08.2015 14:35

Rundumschlag gegen Kur und „Vollkasko-Mentalität“

Peter McDonald, der Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, hat am Wochenende zu einem Rundumschlag im Gesundheitssystem ausgeholt. In mehreren Interviews bezeichnet er etwa das derzeitige Kur-System als reformbedürftig und prangert die "Vollkasko-Mentalität" der Österreicher im Gesundheitsbereich an. Von einem Schnitzelverbot oder einer Fast-Food-Steuer will er dennoch nichts wissen.

McDonald will das System der Kur, wie es derzeit praktiziert wird, modernisieren. "Wir wollen das Konzept Kur wegbringen vom subventionierten Quasi-Urlaub. Wir wollen weg vom alten Kurgedanken der Adelszeit und hin zu stärkerer Gesundheitsvorsorge", sagte er laut Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins "profil". "Die Kur ist noch sehr stark ausgerichtet auf die Zeit der 1950er- und 1960er-Jahre. Dieses Konzept der alten Kur ist sicher nicht mehr zeitgemäß", so McDonald weiter. Eine Kur koste 1.900 Euro, diese "Investition für die Versichertengemeinschaft" müsse sich lohnen.

Weg von "Vollkasko-Mentalität", aber gegen Schnitzelverbot
Weiters kritisierte der Hauptverbandschef die angebliche "Vollkasko-Mentalität" der Österreicher - also die Einstellung, das System solle für alle Kosten aufkommen. Sanktionen gegen eine ungesunde Lebensweise lehnte McDonald gegenüber der "Presse" dennoch ab. "Da spreche ich mich ganz klar gegen eine Straf- und Bevormundungsgesellschaft aus. Ich bin klar gegen ein Schnitzelverbot und klar gegen Fast-Food-Steuern. Aber ich bin klar dafür, dem Einzelnen mehr zu vermitteln, dass jeder selbst den ersten Beitrag für seine Gesundheit leistet."

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