Di, 12. Dezember 2017

Berührender Abschied

07.08.2015 17:00

Auf Wiedersehen, Herr Trost

Der letzte Weg für einen Journalisten aus Leidenschaft auf dem Wiener Friedhof in Sievering. Bei einer berührenden Trauerfeier nahm auch die "Krone"-Familie von Ernst Trost Abschied...

Er war einer der ganz Großen – viel zu oft wird dieser Satz in einem Nachruf geschrieben. Dennoch habe ich mich entschieden, diese Zeilen mit eben diesem Satz zu beginnen: Denn auf meinen so geschätzten Kollegen Ernst Trost trifft er wirklich zu.

Mehr als 50 Jahre lang hat er in seiner täglichen Kolumne "Was dahinter steckt" versucht, unseren Lesern die oft so wirre und verwirrende internationale Politik zu erklären. Und immer hat er dabei versucht, die Menschen, die hinter dieser Politik stehen, zu verstehen. Nicht immer ist ihm das gelungen. Aber allein der Versuch machte seine Zeilen jeden Tag zu einer Bereicherung für diese Zeitung.

Eine Bereicherung, die nicht wegzudenken war. Bis zu jenem verhängnisvollen Freitag vor knapp zwei Wochen, als Ernst Trost bei einem tragischen Badeunfall in seiner so geliebten Donau ums Leben gekommen ist.

Jetzt haben wir Ernst Trost in Sievering zu Grabe getragen. Jenen Mann, dem sein Beruf so viel bedeutet hat, dass er ihn mit mehr als 82 Jahren immer noch ausgeübt hat. Jenen Mann, dessen einzig wahre Liebe aber seiner Familie gehörte. Seiner Ehefrau Uta und seinen Töchtern Franziska, die ebenfalls für die "Krone" schreibt, und Katharina. Diesen drei Frauen hatte Ernst Trost sein Leben gewidmet. Und diesen drei Frauen will die Familie der "Krone" all ihre Trauer und Tränen widmen.

Auf Wiedersehen, Herr Trost. Auf Wiedersehen, weil Sie als Christ ganz selbstverständlich geglaubt haben an ein Leben nach dem Tod. Eine kleine Hoffnung an diesem für viele so schrecklichen Tag...

Am 4. September liest Kardinal Christoph Schönborn um 18 Uhr die Seelenmesse im Wiener Stephansdom.

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