Sa, 18. November 2017

Tunnel-Ampel war rot

07.08.2015 19:30

Mit Kleinbus gegen Lkw geprallt: Drei Urlauber tot

Drei Menschen sind in der Nacht auf Freitag nördlich von Graz auf der Pyhrnautobahn bei einem schweren Auffahrunfall in ihrem Kleinbus getötet worden. Ein vierter Insasse wurde lebensgefährlich verletzt. Das Fahrzeug war in einen Lkw gekracht, der vor einem Tunnel in Gratkorn angehalten hatte, weil die Ampel auf Rot geschaltet hatte.

Die zwei Frauen und zwei Männer aus Deutschland waren gegen 0.30 Uhr auf der A9 nahe einem der Gratkorntunnel in Fahrtrichtung Linz unterwegs, als die Ampel des Tunnels auf Rot umschaltete. Während andere Autofahrer dennoch in den Tunnel einfuhren, blieb ein Lkw-Lenker den Vorschriften entsprechend stehen. Das dürfte aber der nachfahrende Lenker mit deutschem Kennzeichen - das Fahrzeug ist auf eine evangelische Kirchengemeinde im Landkreis Leer in Niedersachsen zugelassen - übersehen haben. Er fuhr ungebremst gegen das Heck des Schwerfahrzeuges.

Frau unter Gepäckhaufen begraben
Rotkreuz-Einsatzleiter Thomas Probst erklärte, dass sich die Laderampe des Lkws in den Fahrerbereich gedrückt hatte, weshalb der Lenker auf der Stelle tot gewesen sein dürfte. Der Beifahrer wurde noch im Fahrzeug behandelt und musste mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht werden. Für die beiden Frauen auf der Rückbank kam jede Hilfe zu spät, laut Probst dürfte sie schlecht gesichertes Gepäck erschlagen haben. Eine Frau sei sogar erst deutlich später unter dem Gepäckhaufen gefunden worden.

Während die Polizei die Toten anhand von Personalausweisen vorläufig identifizierte - Gewissheit wird es jedoch erst durch eine Abklärung in Zusammenarbeit mit deutschen Behörden geben - konnte die Identität des lebensgefährlich verletzten Beifahrers bislang noch nicht geklärt werden. Die A9 war rund drei Stunden in Fahrtrichtung Linz gesperrt.

Tragischer Spitzenwert bei Verkehrstoten
Laut ÖAMTC ist die laufende Woche mit bisher 15 Verkehrstoten seit Juni vergangenen Jahres - damals gab es in der Kalenderwoche 23 insgesamt 17 Verkehrstote in Österreich - eine mit tragischem Spitzenwert. "Einen konkreten Grund kann man nicht festmachen, dennoch sind jetzt viele Verkehrsteilnehmer unterwegs, es ist wegen der Urlaubszeit mehr los: Touristen, Ausflugsfahrten, möglicherweise auch mehr voll besetzte Autos, viele Feste und Feiern und möglicherweise auch Alkohol, Müdigkeit und Unkonzentriertheit bei der Heimfahrt", erklärte eine Sprecherin.

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