Do, 14. Dezember 2017

Propagandawerkzeug

06.08.2015 08:50

Der IS wirbt mit neuer Android-App um Unterstützer

Ihre Weltanschauung mag mittelalterlich sein, aber ihre Methoden sind höchst modern: Dschihadisten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) haben eine Android-App programmiert, mit der sie ihre Propaganda an die Bevölkerung der besetzten Gebiete im Irak und Syrien liefern. Islamistische Podcasts sind darin ebenso enthalten wie Fotos, News und Videos.

Mit der App will der IS sein Terrorregime in den eroberten Regionen Syriens und des Iraks festigen und die Bevölkerung mit propagandistischen Nachrichten über das Tun der Gotteskrieger informieren, berichtet die Zeitung "International Business Times". Entdeckt wurde die Anwendung von einem Unternehmen, das sich auf die Überwachung islamistischer Aktivitäten im Netz spezialisiert hat.

Die IS-App liefert Propaganda der IS-Führung direkt auf die Smartphones der Bewohner der kontrollierten Gebiete. Sie verfügt über einen Nachrichten-Bereich, Fotostrecken, einen täglichen Radio-Podcast und Videos. Ob der IS über die App auch die abscheulichen Tötungsvideos präsentiert, für welche die Terrororganisation mittlerweile berüchtigt ist, ist nicht klar.

IS nutzt das Web virtuos für Propaganda
Es ist nicht das erste Mal, dass der IS bei der Verbreitung seiner Propaganda auf fortschrittliche Technik zurückgreift. Die Dschihadisten verstehen es virtuos, ihre Botschaften über soziale Medien wie Twitter oder Facebook zu verbreiten und auf diese Weise beispielsweise neue Kämpfer zu rekrutieren. Beim Vorstoß der Dschihadisten im Irak sollen es gerade die Tötungsvideos auf Twitter gewesen sein, die viele irakische Soldaten zur Flucht vor dem anrollenden Feind verleitet haben.

Doch auch im Netz setzen sich die Menschen zunehmend zur Wehr: Die Hackertruppe Anonymous hat vor einigen Monaten in einem digitalen Großangriff zahlreiche Social-Media-Konten des IS aus dem Netz gefegt, zuletzt sorgten zudem einige junge Russinnen für Schlagzeilen, die IS-Anwerber auf Facebook mit falschen Profilen zur Überweisung von Geld für die Reise nach Syrien überredeten – und das IS-Geld einfach einsteckten.

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