So, 17. Dezember 2017

Video schockt USA

05.08.2015 06:07

Hier bestraft Sheriff Kind (8) mit Handschellen

Erneut sorgt ein Polizeieinsatz in den USA für Empörung. Diesmal wurde allerdings nicht etwa ein Schwarzer Opfer von übermäßiger Gewalt - sondern Kinder im Volksschulalter. Sie wurden von einem Sheriff mit Handschellen gefesselt. Was die Sache noch schlimmer macht: Der Beamte wusste, dass die betroffenen Kinder unter psychischen Erkrankungen leiden. Einer der Vorfälle in einer Volksschule in Covington im Bundesstaat Kentucky wurde auf einem Handy-Video festgehalten.

Die Aufnahmen zeigen einen weinenden Buben, dem Handschellen an den Oberarmen auf dem Rücken angelegt sind. "Au, das tut weh", hört man den Achtjährigen immer wieder schluchzen. Der Sheriff bleibt davon jedoch unbewegt und nimmt dem Kind die Handschellen erst nach 15 Minuten wieder ab.

Das schockierende Video wurde dem Nachrichtensender CNN von der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU zugespielt, die Klage gegen den Sheriff eingereicht hat. Das betroffene Kind leidet demnach unter ADHS, einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung.

Laut der Klageschrift gab der in der Schule als Aufsichtsperson angestellte Sheriff an, der Bub habe versucht, ihn mit dem Ellbogen zu treffen. "Du kannst nicht so gegen mich ausholen", hört man den Beamten sagen. "Wenn du die Handschellen loswerden willst, musst du dich ordentlich verhalten und mich nett darum bitten" - ein Hohn, wenn man die psychische Erkrankung des Buben berücksichtigt.

Dem CNN-Bericht zufolge ging der Sheriff in einer zweiten Schule gleich zweimal auf die gleiche Weise gegen eine Neunjährige vor - ebenfalls eine ADHS-Patientin. Auch sie sei demnach an den Oberarmen gefesselt worden, weil die Handschellen für ihre schmalen Gelenke zu weit gewesen wären, und auch sie habe über Schmerzen geklagt.

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