Di, 12. Dezember 2017

Kritik und Spott

03.08.2015 20:13

Kim Jong Un soll Friedenspreis erhalten

Eine indonesische Stiftung hat die Verleihung eines Friedenspreises an den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un angekündigt und dafür viel Kritik geerntet. Kim werde im September der Preis für "Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit" verliehen, bekräftigte die Leiterin der Organisation Sukarno und Tochter des ersten indonesischen Präsidenten, Rachmawati Sukarnoputri, am Montag.

Vorwürfe hinsichtlich Menschenrechtsverstößen seien demnach "unwahr" und "westliche Propaganda". Kim erhalte den Preis "für seinen Kampf gegen neokolonialistischen Imperialismus". Die geplante Verleihung der Auszeichnung an Kim sorgt für Aufregung, Spott und Ungläubigkeit.

Kim ließ eigenen Onkel exekutieren
In der Vergangenheit war der Preis an Freiheitsikonen wie den Inder Mahatma Gandhi und die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi aus Myanmar verliehen worden. Kim hingegen ist bekannt für seine Schonungslosigkeit im Umgang mit Beamten, die er der Illoyalität verdächtigt. Aber auch sein Onkel und ehemaliger Mentor Jang Song Thaek wurde 2013 exekutiert.

Rachmawatis Vater Sukarno hatte bereits in den 1950er-Jahren Beziehungen zu Nordkorea hergestellt, die seither bestehen blieben. Er hatte nach dem Zweiten Weltkrieg die Unabhängigkeit Indonesiens von der niederländischen Kolonialmacht erkämpft. 2001 wurde der Preis von Rachmawatis Stiftung posthum an Kims Großvater Kim Il Sung verliehen, den Staatsgründer und ersten Staatschef Nordkoreas.

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