Do, 14. Dezember 2017

1:1 hier im Video

03.08.2015 07:31

"Grödiger Grottenkick!" Sturm-Jungspund lästert

Sturm kam auch im zweiten Liga-Heimspiel nicht über ein 1:1 hinaus – Grödig wurde zwar großteils dominiert, der erhoffte Befreiungsschlag vorm schweren Europacup-Ritt der Foda-Truppe nach Russland zu Rubin Kazan blieb in Liebenau aber aus. Jungspund Donis Avdijaj schimpfte danach über den "Grödiger Grottenkick". Alle Tore und Highlights vom Spiel sehen Sie im Video oben.

SV Grödig an einem zweiten Spieltag – da sind schon zuletzt so manchem Sturm-Knofel die Grausbirnen aufgestiegen. Vor zwei Jahren hatten die Dorfkicker nach Sturms Breidablik-Desaster im Europacup die schwarz-weiße Krise mit einem 2:0 in Liebenau regelrecht verschärft. Und auch letzte Saison, als Sturm am Grödiger Untersberg in Runde zwei 1:2 und dabei auch Naim Sharifi mit Kreuzbandriss verlor, fand der kleine Dorf-Fluch seine unschöne Fortsetzung.

Starker Beginn von Sturm
Sturm wollte die Gäste gleich zu Beginn mit Haut und Haaren fressen und alle Gespenster aus Liebenau vertreiben. Schon in der dritten Minute konnte Grödig-Goalie Schlager einen Kienast-Kopfball gerade noch wegboxen – und auch Donis Avdijaj kam gleich mehrere Male gefährlich vors Tor, zielte aber zu ungenau. Sturm (Coach Franco Foda musste nach zwanzig Minuten umstellen, da Klem mit Oberschenkel-Blessur runter musste) zog zwar ein echtes Power-Play auf – an der letzten Durchschlagskraft mangelte es jedoch.

Viele fühlten sich rasch an den Heim-Auftakt gegen die Admira zurückversetzt. Spätestens als, wie gegen die Südstädter, kurz vor der Pause plötzlich die Gäste in Führung gingen. Dass das Kopfballtor ausgerechnet dem Ex-Kapfenberger Matthias Maak (der sein gesamt zweites Liga-Tor knieend vorm Sturm-Fanblock feierte) gelang, passte wie die Faust auf Sturms Aug'. Wieder war's Maak, der so zum Sturm-Spezialisten mutierte. Denn auch sein erstes Liga-Tor war dem Brucker gegen Schwarz-Weiß gelungen. "Jetzt heißt's hopp oder dropp", bekannte Sturm-Manager Goldbrich zur Pause, "wir sind dominant, müssen uns aber im System noch etwas besser finden."

Avdijaj: "Sind vorne planlos"
Und mit den Einwechslungen von Edomwonyi und Tadic gelang Sturm das nach dem Wechsel besser. Avdijaj "fand" Joker Tadic – und der ließ Liebenau mit seinem vierten Saisontor nach Seitfall-Zieher explodieren. "Hopp oder dropp" ging's dann weiter. Sturm drückte auf den ersten Saison-Heimsieg, doch auch Grödig hatte viele Chancen – vor allem, nachdem Sturms Ex-Grödiger Potzmann mit Rot (Torraub) vom Platz flog. Am Ende blieb's beim nächsten 1:1. Avdijaj: "Die Scheiße ist, dass Grödig einen Grottenkick raushaut, aber wir müssen uns selbst an der Nase nehmen. Wir sind klar am Drücker gewesen – aber vorne sind wir zu planlos!" Sturms Brust für die schwere Reise nach Kazan könnte breiter sein.

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