Fr, 15. Dezember 2017

Toter bei Wettkampf

02.08.2015 15:22

Video zeigt Absturz von Russen-Kampfhubschrauber

Bei den internationalen Armeespielen in Russland ist am Sonntag ein Hubschrauberpilot ums Leben gekommen. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, nachdem eine russische Maschine des Typs Mi-28 bei einer Flugschau südöstlich von Moskau abgestürzt war (siehe Video oben). Ein zweiter Pilot habe sich laut Angaben des Verteidigungsministeriums mit dem Schleudersitz retten können. Die Behörden setzten den Wettkampf, der als ein Schaulaufen der russischen Streitkräfte gilt, vorerst aus.

Die Mi-28 (auch unter dem Codenamen "Havoc" bekannt), ein zweisitziger russischer Kampfhubschrauber, geriet bei der Flugschau plötzlich ins Trudeln. Die Videoaufnahmen eines Augenzeugen zeigen, wie sich die Maschine um ihre eigene Achse dreht und dann rapide sinkt. Nach dem Aufprall auf der Erde ging sie gut zwei Kilometer von einer Zuschauertribüne entfernt in Flammen auf. Rund 4.500 Menschen wurden Augenzeugen des Unglücks.

Ursache des Absturzes sei ein Problem mit der Hydraulik gewesen, erklärte Luftwaffengeneral Viktor Bondarjow. Demnach habe der überlebende Pilot gesagt, das Alarmsystem an Bord habe eine dementsprechende Störung angezeigt. Die Streitkräfte setzten vorerst alle Flüge von Mi-28-Hubschraubern aus.

Kampfjet-Formationen und altrömische Wagenrennen
Die zweiwöchigen Armeespiele hatten am Samstag auf einem Übungsplatz bei Moskau begonnen - unter anderem mit Kampfjet-Formationen und altrömischem Wagenrennen. Russische Medien feiern das Turnier als "größte militärische Olympiade der Welt".

Hunderte Soldaten aus 17 Ländern präsentieren bis zum 15. August ihr "Geschick im Kriegshandwerk" und messen ihre Kräfte. "Menschen mit Waffen und furchterregenden technischen Kampfmitteln schütteln freundschaftlich ihrem Rivalen die Hand", sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Die Gäste kommen unter anderem aus China, Indien und Weißrussland, insgesamt kommen mehr als 500 Fahrzeuge, über 50 Kampfflugzeuge und mehrere Schiffe zum Einsatz.

NATO-Länder nehmen trotz erfolgter Einladung nicht teil
Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow bedauerte die Abwesenheit von NATO-Ländern trotz Einladung. Eine Teilnahme hätte - auch vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise - den Dialog mit Moskau verbessert, meinte er. "Wir sind jedenfalls bereit, auf ihre Übungsplätze zu kommen. Man muss aufhören, sich gegenseitig durch ein Panzerzielfernrohr anzusehen."

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