So, 17. Dezember 2017

"Krone"-Stadt-Guide

02.08.2015 08:00

"Wien Inside": Kostenfalle Mietwohnung

Was gibt's Schöneres, als in den eigenen vier Wänden gemütlich auf der Couch zu entspannen und sich vom stressigen Alltag zu erholen? Doch kann nicht nur die Wohnungssuche an sich zu einer nervenaufreibenden und kostspieligen Herausforderung werden, auch ständig steigende Betriebskosten und die oft unterschätzte Gefahr von Schimmel können zum Ärgernis werden. Im fünften Teil der "Wien Inside"-Serie beantworten wir all diese Fragen und geben Tipps, damit die Mietwohnung nicht zur Kostenfalle wird.

"Aus medizinischer Sicht ist jedes sichtbare Schimmelwachstum unerwünscht und muss entfernt werden", bringen es Dagmar Seidl und Dieter Werner (MA 39, Bild oben) auf den Punkt. Kopfschmerzen, Allergien oder Atemwegsinfekte können durch Schimmelpilze häufiger auftreten, bei schwer immungeschwächten Personen besteht sogar Lebensgefahr.

Finger weg vom Essig
"Kleinere Schimmelpilzschäden von bis zu 0,5 m2 können mit hochprozentigem Alkohol wirkungsvoll bekämpft werden. Das Hausmittel Essig ist jedoch definitiv keine Lösung, manchmal kann Essig sogar kontraproduktiv wirken." Wichtig ist die Ursachenforschung – Schimmel liebt feuchte, schlecht belüftete Stellen – und das sofortige Ergreifen von Gegenmaßnahmen. Ansonsten kann's teuer werden, muss bei großflächigem Befall doch eine Fachfirma beauftragt werden.

Schimmelbefall sofort dem Vermieter melden
Christian Bartok, Leiter der Wiener Mieterhilfe, rät unabhängig von der Klärung der Verschuldensfrage zur sofortigen Meldung des Schimmelbefalls an den Vermieter: "Schimmel ist ein ernster Schaden, für die Beseitigung ist deshalb der Vermieter zuständig. Mache ich als Mieter die Meldung nicht, könnte ich sogar eine Kündigung riskieren, weil ich dann einen nachteiligen Gebrauch des Mietgegenstandes ausübe."

Die Mieterhilfe bietet Rat zum Nulltarif
"Wir beraten Mieter bei allen Fragen rund ums Wohnrecht und durchleuchten Mietverträge nach unzulässigen Klauseln", erklärt Christian Bartok. Und das Beste daran - die Unterstützung der "Miet-Schutzengel" gibt's ohne Kosten und aufwändige Terminvereinbarung: "Für unsere Ratschläge fallen keine Gebühren an, auch ist keine Voranmeldung erforderlich. Einfach mit den entsprechenden Unterlagen wie der Betriebskostenabrechnung, dem Zahlungsbeleg der Miete oder dem Mietvertrag bei uns vorbeikommen."

Leitfaden zum ersten Mietvertrag
Ein besonderes "Zuckerl" hat die Mieterhilfe für Jungmieter in petto – einen Leitfaden zum ersten Mietvertrag: "Da geht's speziell um die richtige Inseratensuche, die Höhe der Maklergebühren sowie unzulässige Ablöseforderungen."

Daten und Fakten zur Mieterhilfe:
Die Beratung der Wiener Mieterhilfe erfolgt entweder telefonisch unter 01/4000-25900 oder in einem persönlichen Gespräch in der Servicestelle (1., Rathausstraße 2, Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr). Aber auch online werden hilfreiche Services angeboten: So können die Betriebskosten mit wenigen Klicks überprüft werden, und zum Thema Schimmel-Risiko in der Wohnung hat die Mieterhilfe gemeinsam mit der MA 39 einen Online-Fragebogen erstellt.

Alle Infos finden Sie online unter www.mieterhilfe.at und unter www.gesundwohnen-wien.at bzw. im Google-Play- (für Android-Nutzer) oder App-Store (für iOS-Nutzer).

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