Sa, 16. Dezember 2017

Lobby fordert:

02.08.2015 12:30

Vorrang für Grazer Radler!

Fahrradstraßen, einen weiteren Radwegeausbau (vor allem auf der Ost-West-Achse), größere Aufstellflächen für die Radler im Kreuzungsbereich, sichere und überdachte Abstellflächen usw. "ARGUS-Steiermark – DIE RADLOBBY" hat viele Vorschläge, um noch mehr Zweiräder auf die Grazer Straße zu bringen. Wien wäre da viel weiter…

Etwa 15 Prozent beträgt derzeit der Radanteil am Gesamtverkehrsaufkommen in Graz. Ein Anteil, der laut Wolfgang Wehap von "ARGUS" weit höher sein könnte: "Wir brauchen klare Signale, dass der Radverkehr der Grazer Politik am Herzen liegt." Hier einige Vorschläge für solche Signale:

- Fahrradstraßen: Der Durchzugsverkehr soll hier eingedämmt werden. Pkw sollen nur sehr eingeschränkt fahren dürfen – die Radler bevorrangt. Wehap: "Die gesetzliche Grundlage gibt es. In Wien existieren schon Fahrradstraßen." Vorschläge für Graz sind: Zinzendorfgasse, Rechbauerstraße/Morellenfeldgasse, Lagergasse (Lutz bis Griesplatz), Schubertstraße, Laimburggasse/Hasnerplatz/Vogelweiderstraße, Brockmanngasse, Oeverseegasse/Korngasse/Brückengasse.

- Nachholbedarf Radwege: Die Ost-West-Verbindungen in Graz seien, laut Wehap, prinzipiell schlecht. Weitere Vorschläge: Bereich Kalvarienberggürtel, St. Peter (Plüddemanngasse), Opernring, Peter-Tunner-Gasse. Wehap: "Vor allem, was die Erschließung der neuen Stadtteile Graz-Reininghaus und Smart City angeht, fehlen Konzepte."

- Die Radwegebenutzungspflicht: Die soll für gewisse Radwege fallen – speziell für alte, die schmal und unübersichtlich sind.

- Aufstellflächen: Das sind Flächen in Kreuzungsbereichen für Radler. Wehap: „Die sind an vielen Stellen in Graz schon viel zu klein. Es staut sich, das ist auch nicht ungefährlich.

- Abstellflächen: Die würden vor allem in der Innenstadt fehlen – insbesondere überdachte und mit guten Sicherheitseinrichtungen versehene zum Versperren der Räder.

- Mehr Rücksicht: Wehap: "Der Radverkehr wird oft stiefmütterlich behandelt. Gibt es Baustellen, ist für den Pkw-Verkehr gesorgt, aber Radler stehen mitunter plötzlich im Nichts."

Perfekt für Radler

Graz, meint Wehap, sei eigentlich perfekt für Radfahrer – flach, kompakt, mit geringen Entfernungen: "Aber es fehlt an Unterstützung für die Radler! Der Großteil der Radinfrastruktur in Graz stammt aus den 80er- bzw. 90er-Jahren. Es gibt Aufholbedarf. Graz hat als Radstadt etwas den Anschluss versäumt. Wien etwa ist da viel weiter als wir."

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