Mi, 13. Dezember 2017

Traurige Bilanz

31.07.2015 16:12

Heuer bereits 31 Tote auf Tirols Straßen

Auf Tirols Straßen sind heuer bereits 31 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen – laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sind das zu diesem Zeitpunkt schon mehr, als im gesamten Vorjahr. Besorgniserregendes Detail: Traditionell steht mit dem August erst noch ein besonders unfallreicher Monat bevor.

Vergangenen Sonntag, gegen 16.30 Uhr: Ein 43-jähriger Motorradfahrer aus dem Unterland krachte beim Überholen auf der Völser Straße zwischen Inzing und Unterperfuss samt Beifahrerin gegen die Leitschiene – beide wurden in die angrenzende Wiese geschleudert. Der Lenker starb, seine Begleiterin erlitt schwere Verletzungen. Nur einen Tag später wieder ein tödlicher Motorradunfall, diesmal in Weißenbach. Zwei Deutsche stießen frontal zusammen. Für einen 32-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, der andere Beteiligte (26) wurde schwerst verletzt.

Dies sind lediglich zwei traurige Beispiele für tödliche Unfälle auf Tirols Straßen. Alles in allem kamen hierzulande heuer bereits 31 Verkehrsteilnehmer ums Leben. "Damit sind schon jetzt mehr Tote zu beklagen als im gesamten Vorjahr, als 30 Menschen starben", erklärt VCÖ-Experte Markus Gansterer, dem der nun bevorstehende Monat August bereits jetzt schon jede Menge Sorgenfalten bereitet.

Um 52 Prozent mehr Unfälle im Monat August

In den vergangenen fünf Jahren wurden nämlich in diesem Monat in Tirol insgesamt 2804 Menschen bei Unfällen zum Teil schwer verletzt – weitere 22 kamen ums Leben. "Im Schnitt ereigneten sich täglich 14 schwere Verkehrsunfälle, die Verletzte forderten. Es passierten um 52 Prozent mehr Verkehrsunfälle und es gab um 35 Prozent mehr Todesopfer als im Schnitt der anderen Monate", betont Gansterer weiter.

Ursachen für den massiven Anstieg seien vor allem der Urlauber- und zusätzliche Freizeitverkehr, die erhöhte Anzahl von Motorrädern sowie die Tatsache, dass bei schönerem Wetter häufig schneller als erlaubt und teilweise auch unachtsamer gefahren wird.

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