Mo, 20. November 2017

Browserwahl schwer

01.08.2015 08:30

Mozilla-Boss übt harsche Kritik an Windows 10

Windows 10 ist da – und Firefox-Boss Chris Beard ist alles andere als glücklich darüber. In einem offenen Brief an Microsoft-Chef Satya Nadella fordert der Macher des freien Browsers, das Menü zur Wahl der Standardprogramme in Windows 10 zu entschlacken und es den Nutzern wieder leichter zu machen, einen anderen als den mitgelieferten Edge-Browser als Standard zu setzen.

Beard spricht in seinem offenen Brief von einem "verstörenden" Aspekt von Windows 10: dem neuen Browserwahl-Menü. Während es bei früheren Microsoft-Betriebssystemen genügte, beim ersten Start des Browsers den entsprechenden Dialog zu bestätigen, um den Standardbrowser zu wechseln, geschieht dies bei Windows 10 in einem eigenen Menü in den PC-Einstellungen.

Konkret landen Firefox-Nutzer, die ihren gewohnten Browser auf Windows 10 installieren, in einem Teilbereich der neuen PC-Einstellungen, in dem die Wahl der Standardprogramme möglich ist. Will man Firefox zum Standardbrowser machen, muss man dort auf das Icon von Microsofts Edge-Browser klicken und dort Firefox auswählen. Etwas verwirrend für den Durchschnittsnutzer, findet Beard – und mutmaßt, dass es Absicht war.

Firefox-Kritik war schon lang bekannt
Die Macher des Firefox-Browsers hätten Microsoft bereits vor Veröffentlichung von Windows 10 auf die problematische Wahl des Standardbrowsers aufmerksam gemacht, Redmond habe ihre Einwände aber ignoriert, klagt Beard. Mit seinem offenen Brief an Microsoft-Boss Nadella will er den Windows-Konzern nun zum Einlenken zwingen. "Bitte geben Sie den Nutzern von Windows 10 die Wahl und die Kontrolle, die sie verdienen", so Beard.

Microsoft hat bereits auf die Anschuldigungen von Mozilla reagiert – allerdings kamen wenig konkrete Lösungsvorschläge. Gegenüber dem IT-Blog "The Verge" erklärte der Softwaregigant, dass man die Standardprogramme während des Upgrade-Vorgangs einstellen und dabei auch den Internetbrowser seiner Wahl wählen könne. "Wenn wir aus der Nutzererfahrung lernen, dass es Wege gibt, Verbesserungen einzubauen, dann werden wir das tun", lautet das Microsoft-Statement weiter.

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