Mi, 21. Februar 2018

Viele Unfälle:

31.07.2015 13:23

Radeln in Graz - Gefahr ist gestiegen

Insbesondere in der Grazer Innenstadt wird geradelt, was die Pedale hergeben. Dass die Zahl der Radunfälle in den vergangenen Jahren gestiegen ist bzw. auf hohem Niveau stagniert, stimmt nachdenklich. Auch heuer gab es bereits zwei tote Radfahrer. Über die Gründe für die hohe Zahl an Unfällen wird viel gerätselt.

2014 gab es einen traurigen Rekord in Graz: Noch nie seit 1991 waren so viele Radfahrer tödlich verunglückt, nämlich vier (sechs waren es in der Reststeiermark). Zwei verstarben durch rechtsabbiegende Lkw-Lenker, zwei haben den Vorrang missachtet und sind mit einem Kastenwagen und einer Bim kollidiert.

Auch heuer sind bereits zwei Todesopfer zu beklagen – durch "Dooring", wie es im Fachjargon heißt, also weil sie mit geöffneten Fahrzeugtüren kollidiert sind.

Häufigste Ursache

Die häufigste Unfallursache in Graz waren 2014 (aktuelle Daten gibt es noch nicht) sogenannte rechtwinkelige Kollisionen mit einem Anteil von 24,2 Prozent. Wenn eingebogen oder die Straße gequert wird, kracht es häufig. Die zweithäufigste Unfallursache für Radler: Kollisionen mit aus der Ausfahrt kommenden oder einfahrenden Kfz.

Radler rücksichtsloser?

Liegt die hohe Zahl der Radunfälle womöglich daran, dass die Radler immer öfter auf die Verkehrsregeln pfeifen, wie es mitunter erscheint? Wolfgang Wehap von „ARGUS Steiermark – DIE RADLOBBY“ sagt: "Nein, darauf gibt es keine Hinweise. Als Beobachter hat man vielleicht diesen Eindruck, aber Radfahrer sind viel flexibler als Pkw-Lenker, weil sie in der Regel mehr Überblick über das Verkehrsgeschehen haben."

Rücksichtloses Verhalten gäbe es natürlich unter Radlern, aber auch unter Pkw-Lenkern. Wehap: "Prinzipiell belegen Studien, dass die Unfallrate sinkt, je mehr Radler in einer Stadt unterwegs sind. Warum das in Graz anders ist? Vielleicht liegt es an der Rad-Infrastruktur, die zum Teil in die Jahre gekommen ist." – Die wird derzeit von der Stadt und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit auf ihre Sicherheit geprüft.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden