Mi, 13. Dezember 2017

"Krone"-Ombudsfrau

31.07.2015 11:30

Möbellieferung auf Raten

Einer fast unendlichen Geschichte gleicht der Fall einer Wienerin, die im Jänner neue Wohnzimmermöbel bei einem Einrichtungshaus bestellt hat. Mehr als ein halbes Jahr wartet die Leserin mittlerweile auf die Fertigstellung des Auftrages, weil immer noch nicht alle Teile des neuen Wohnzimmers geliefert und montiert wurden.

Im Jänner 2015 hat sich Christine G. aus Wien entschieden, ihr Wohnzimmer neu einzurichten, und hat deshalb in einem Möbelhaus eine neue Sitzgruppe samt Wohnzimmereinrichtung bestellt. Als Liefertermin wurde der Leserin Ende März zugesagt. "Da wir unser altes Wohnzimmer an Bekannte weitergeben wollten, habe ich drei Wochen vor dem vereinbarten Termin im Möbelhaus angerufen, um ein fixes Lieferdatum auszumachen. Hier wurde ich zum ersten Mal vertröstet, dass die Möbel erst Anfang April kommen werden", war die Wienerin enttäuscht.

Doch das sollte erst der Anfang der Odyssee sein: Am 8. April wurde lediglich die von Frau G. bestellte Wohnlandschaft zugestellt. Die Lieferung der restlichen Wohnzimmereinrichtung würde mindestens weitere sechs Wochen in Anspruch nehmen, ließ man die Pensionistin wissen. "Ich habe dann an die Firma geschrieben, dass ich jetzt endlich meine restlichen Möbel haben möchte, da ich sonst vom Vertrag zurücktrete", so die Pensionistin weiter. Diese Ansage fruchtete - zumindest kurzfristig. Es wurden Kästen und Teile der Eckverbauung geliefert, doch die dazugehörigen Abdeckplatten fehlten. Diese sollten am 3. Juli geliefert werden, doch da stellten die Monteure fest, dass eine der Abdeckplatten fehlte. Weil sich bei Frau G. schließlich gar niemand mehr gemeldet hat und sie mit ihrem Latein am Ende war, wandte sie sich an die Ombudsfrau.

Das Möbelhaus Ludwig bedauerte auf Anfrage, dass die Lieferung des Wohnzimmers so lange Zeit in Anspruch genommen hat, und teilte uns mit, dass es aufgrund eines Datenfehlers bei der Herstellung der Abdeckplatten zu mehrfachen Fehlproduktionen gekommen sei und deshalb die Fertigstellung so lange Zeit in Anspruch nimmt. Als Wiedergutmachung erhält Frau G. immerhin einen großzügigen Preisnachlass sowie eine Gutschrift. Die Lieferung der noch fehlenden Teile wurde übrigens nun endlich für Anfang August versprochen. Die Ombudsfrau ist gespannt, ob das auch tatsächlich klappt.

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