Sa, 18. November 2017

Flüchtlinge

30.07.2015 11:26

3000 sind für Salzburg die Höchstgrenze

Nüchtern und sachlich verlief der Asyl-Gipfel in der Salzburger Landesregierung, Wilfried Haslauer und Martina Berthold gingen alle Probleme mit Daten und Fakten durch. "Menschlichkeit zeigen, aber auch einen kühlen Kopf bewahren!" So fasste es ein Teilnehmer nachher zusammen.

Erstmals analysierten Politiker und Fachleute die ungeheuren Kosten und Probleme, die auf unser Land zukommen:

-) So dauert die Anlieferung der Wohn-Container vermutlich drei Monate. Sie benötigen einen Stromanschluss von 200 Kilowatt.

-) Für einen Bewohner werden Kosten von rund 6000 Euro geschätzt.

-) Das Bundesheer könnte bei der Aufstellung helfen, doch sollen die Container für Wals-Siezenheim nicht auf dem Kasernenareal, sondern auf dem früheren HSV-Sportplatz situiert werden.

Klar war den meisten Teilnehmern auch, dass Salzburg nun eine Atempause braucht, um das Zeltlager aufzulösen und die Flüchtlinge in menschenwürdigen Quartieren unterzubringen. Viele Salzburger haben sich bei der Caritas gemeldet und wollen Familien aufnehmen. Die Obergrenze für unser Bundesland soll in der momentanen Situation bei 3000 Flüchtlingen liegen. Mehr erscheint nicht verkraftbar, es sei denn, man würde weitere Zelte aufstellen. Dies lehnen alle Politiker und die karitativen Hilfsorganisationen ab. Von Seiten der Caritas wird auch darauf verwiesen, dass es in der Stadt rund 400 einheimische wohnungslose Jugendliche gibt, die ebenfalls betreut werden müssen.

Zuspitzung ab September durch Schulbeginn
Die Obergrenze erklärt sich auch dadurch, dass sich die Situation zu Schulbeginn im September massiv zuspitzen wird. Die in den Internaten der Tourismus-Schulen untergebrachten Menschen müssen dann übersiedeln. Die Flüchtlinge in der früheren Riedenburg-Kaserne in Maxglan können Dank des Entgegenkommens der Wohnbau-Gesellschaften über den Winter bleiben. Doch dann muss der Abriss erfolgen, um den Neubau der großen Siedlung zu ermöglichen.

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