Sa, 21. Oktober 2017

"Krone"-Ombudsfrau

30.07.2015 11:30

Rom-Reise mit Hindernissen

So hatte sich ein Ehepaar aus Salzburg seinen Besuch in der "Ewigen Stadt" nicht vorgestellt: Zunächst akzeptierte das Hotel die Zahlungsbestätigung des Reisebüros nicht und die Urlauber mussten ein Zimmer auf eigene Rechnung nehmen. Dann stellte sich heraus, dass der Veranstalter gar den doppelten Preis kassiert hatte. Bei der folgenden Reklamation zeigte sich Ruefa aber zurückhaltend...

Fast 800 Euro für vier Nächte im Doppelzimmer haben Herr und Frau B. bei der Buchung im Reisebüro Ruefa hingeblättert. Das Entsetzen über die Ablehnung des Vouchers beim Empfang im Hotel war deshalb entsprechend groß. "An der Rezeption teilte man uns mit, dass keine Reservierung vorliegt und das Hotel nicht mehr mit dem Reiseveranstalter zusammenarbeitet. Man bot uns an, ein Zimmer auf eigene Rechnung zu nehmen", erinnert sich Frau B. Dabei mussten sie und ihr Mann feststellen, dass der Preis nur halb so hoch ist, wie vom Reisebüro verrechnet worden war. 96 Euro statt 192, in beiden Fällen pro Zimmer und nicht pro Person. "Laut Hotel gäbe es gar keine teureren Zimmer. Abgesehen davon war das Zimmer sehr abgewohnt und das Bad total verschimmelt und damit sicher nicht die 800 Euro wert, die wir bezahlt haben", so Frau B. weiter.

Sie versuchte in mehreren nervenaufreibenden Telefonaten die Situation mit dem Reisebüro in Salzburg zu klären. Erst kurz vor der Abreise gab es Entwarnung. Der Veranstalter hatte doch noch Geld ans Hotel überwiesen, sodass Familie B. zumindest das weitere Bezahlen des Zimmers erspart blieb. Auf die Reklamation über den doppelten Zimmerpreis reagierte Ruefa sehr zögerlich und verwies schließlich auf den deutschen Reiseveranstalter. "Ich finde das skandalös, immerhin haben wir Buchung sowie Bezahlung mit Ruefa abgewickelt. Woher soll ich als Konsument wissen, dass man auch noch mit Veranstaltern aus Deutschland konfrontiert ist?", ärgert sich die Salzburgerin.

Ruefa ließ uns lediglich wissen, dass alles korrekt und nicht zu viel abgerechnet worden sei. Veranstalter FTI erklärte der Ombudsfrau gegenüber, die Beanstandungen im Bad entsprächen Abnutzungserscheinungen im hinnehmbaren Rahmen. Die Preispolitik des Hotels wolle man nicht kommentieren. Man weise aber darauf hin, dass die Preise über Reiseveranstalter in der Regel günstiger seien als bei einer Buchung direkt im Hotel. Mag sein, aber in diesem Fall war es genau umgekehrt! Aus Kulanzgründen biete man Familie B. jedoch Reisegutscheine in Höhe von 116 Euro an. Ein Witz, findet die Ombudsfrau!

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