So, 17. Dezember 2017

Entspannung pur!

11.08.2015 06:00

Trotz Stress und Konflikten gelassen bleiben

Im Job kann es manchmal eine echte Herausforderung sein, das innere Gleichgewicht zu bewahren. Zu viele Neuigkeiten und Anforderungen, die Stress verursachen. Zu viele Konflikte und Reibereien mit Kollegen, Kunden, dem Chef. Doch je mehr man sich aus der Ruhe bringen lässt, desto mehr schadet man sich selbst.

Wie man auf auftauchende Stressfaktoren reagiert, ist in erster Linie von der eigenen Persönlichkeit abhängig. Während die einen, eher introvertierten Typen, dabei immer stiller werden und für sich selbst leiden, tragen die eher extrovertierten Typen ihren Unmut offen zur Schau: Da wird schon einmal herumgeschrien und der Wut frei Lauf gelassen.

Aber in keinem der beiden Fälle ist Stress damit gesund verarbeitet. Die Psyche leidet, und damit über kurz oder lang die Gesundheit. Ein Schlagwort, das in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist Resilienz - also die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sich dadurch sogar weiterzuentwickeln. Meist sind jene Menschen besonders resilient, die einen starken Zusammenhalt in einer Gruppe erleben bzw. die in einem intakten, sozialen Gefüge leben. Mit anderen Worten, die Bestätigung durch andere erfahren und sich in ihrem Umfeld wohlfühlen. Eine besondere Rolle für die Widerstandsfähigkeit spielt auch die emotionale Intelligenz eines Menschen, das heißt jene Fähigkeiten, die Emotionen und Handlungen kontrollieren können und durch welche die Einstellung gegenüber Problemen bestimmt wird. Folgende Strategien können dabei helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren:

1. Schweigen und analysieren
Anstatt sofort seinem Unmut freien Lauf zu lassen und sich zu ärgern, oder sich Sorgen zu machen, ist es besser, den richtigen Stellenwert der Situation zu bestimmen. Denn oft erkennt man nach der ersten Emotion, dass alles halb so dramatisch ist oder sich mit einfachen Lösungen erledigen lässt.

2. Zuhören
Gerade bei Konfliktsituationen mit Kollegen oder dem Chef gilt: Hören Sie genau zu und fragen Sie nach, bevor Sie sich aufgrund Ihrer eigenen Interpretation des Gesagten ärgern. Denn vielleicht war nur die Wortwahl ungeschickt, oder der Tonfall unbeabsichtigt verletzend, und es gibt eigentlich keinen Grund, sich wirklich zu ärgern.

3. Reden
Suchen Sie sich jemanden, dem Sie Ihr Herz ausschütten können. Das muss kein Arbeitskollege sein, auch Freunde oder Familie können gute Zuhörer sein, wenn es um berufliche Belange geht. Denn oft erkennt man während dem Reden einen Ausweg aus einer scheinbar ausweglosen Situation.

4. Bewegung
Wenn der Körper einen Adrenalinstoß bekommen hat, will er sich bewegen. Tun Sie genau das, und Ihre Wut oder Ihre Ängste werden kleiner werden. Denn Stresshormone werden so unmittelbar reduziert, und Sie bekommen die notwendige Distanz, um über alles in Ruhe nachzudenken.

5. Pause
Wenn eine Fragestellung oder Email Sie aus der Fassung bringt, antworten Sie nicht sofort. Denn meistens ist man dabei noch zu emotional. Besser Sie denken in Ruhe nach und analysieren einige alternative Antworten, bevor Sie wirklich reagieren. Übereilte Mails bereut man schnell.

6. Neue Sicht auf alles
Versuchen Sie, nicht hinter allem die böseste Absicht zu sehen und jedem Menschen nur Schlechtes zu unterstellen. Ihre eigene Sichtweise auf die Dinge ist zu einem großen Teil dafür verantwortlich, wie Sie Ihr tägliches Leben und Ihre Mitmenschen erleben. Das heißt nicht, mit der rosaroten Brille durchs Leben zu gehen. Aber manchmal kann es hilfreich sein, davon auszugehen, dass der andere genauso denkt, fühlt und in Ordnung ist, wie man selbst. Eine positive Grundhaltung und Offenheit seinen Mitmenschen gegenüber erleichtert vieles.

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