So, 19. November 2017

Hund entlaufen

28.07.2015 10:28

Paar wartet seit Tagen an Autobahnraststätte

Es ist wohl der Albtraum eines jeden Hundebesitzers: Es gibt einen lauten Knall, der geliebte Vierbeiner erschreckt sich und läuft davon. Schlimm genug, wenn das zu Hause in der gewohnten Umgebung geschieht - den Deutschen Sven Hossalla und Lisa Metzler ist es ausgerechnet an einer Autobahnraststätte passiert. Seit mehr als einer Woche weichen die beiden nicht von der Stelle und versuchen, ihren Hund "Flecki" einzufangen.

Aufgeben kommt für das Paar nicht infrage: Im Kroatien-Urlaub hatten sich Sven Hossalla und Lisa Metzler Hals über Kopf in den Mischlingsrüden Flecki verliebt und ihn adoptiert. Schon bei der Heimfahrt nach Hause kam es zur Katastrophe: Bei einer kurzen Pause an einer Raststätte an der deutschen A8 bei Ulm erschreckte sich das schüchterne Tier vor einem lauten Knall so sehr, dass es vor lauter Panik in einen angrenzen Wald lief. Das ist nun mehr als eine Woche her - seitdem harren Hossalla und Metzler aus dem knapp vier Stunden entfernten Longuich bei Trier in einem Wohnwagen aus und versuchen, Flecki einzufangen.

Ängstlicher Flecki näherte sich immer wieder
Die Bindung zu Flecki sei noch nicht so stark, berichten die Hundefreunde. Aber der Hund habe sich immer wieder bis auf etwa 200 Meter genähert. Mittlerweile wurden zwei Lebendfallen aufgestellt, Helfer aus der Umgebung versorgen das Paar mit Essen und haben ihnen auch den Wohnwagen zur Verfügung gestellt. "Wir warten und hoffen", so Lisa Metzler verzweifelt. Sie hat sich extra von der Arbeit freistellen lassen, ihr Partner Sven ist selbstständig.

"Wenn wir wegfahren, geben wir ihn auf"
Tierschützer empfehlen, im Falle des Verschwindens eines Hundes dort zu warten, wo er weggelaufen ist. Genau das will das Paar auch weiterhin tun, obwohl die Nerven schon blank liegen würden, so Metzler und Hossala. "Wir haben das Gefühl, wenn wir wegfahren, geben wir ihn auf."

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