So, 17. Dezember 2017

Graz:

28.07.2015 09:43

Ärger über Keiler in der City

Sie keilen Spenden für Tierschutz- und Umweltschutzorganisationen und sorgen dafür, dass der Gang durch die Grazer Innenstadt derzeit einem Spießrutenlauf gleicht. Der Chef des Grazer Straßenamtes, Harald Hrubisek, sagt: "Was hier getrieben wird, das ist verboten!" – Hrubisek ersucht jetzt die Polizei um Amtshilfe.

Mit Anbahnungssprüchen wie: "Hallo, Kollege, bist du nicht der Kevin?", oder: "Sie haben mich gefunden", sorgen junge Keiler für genervte Gesichter in der Grazer City. Die Keiler – es handelt sich um Studenten – sind eigentlich für den guten Zweck im Einsatz, im Sold von Agenturen, die von Tier- und Umweltschutzorganisation engagiert wurden. Doch allein ihre große Anzahl und ihre, freundlich formuliert, Kontaktfreudigkeit tut der guten Sache nichts Gutes.

Straßenamts-Chef Hrubisek: "Dass aktiv Spenden gekeilt werden, das ist verboten und ein riesiges Problem! Die Studenten sind gut geschult, wissen, dass sie unserer Ordnungswache oder Mitarbeitern des Straßenamtes keinen Ausweis zeigen brauchen. Strafen werden einfach von den Agenturen bezahlt. Ich ersuche jetzt die Polizei um Hilfe."

Korrektes Auftreten
Wir haben bei den "Vier Pfoten" nachgefragt, die derzeit auch um Spenden bitten. Birgit Schmid, zuständig für das Fundraising: "Wir tun nichts Verbotenes. Wir legen größten Wert darauf, dass die Studenten korrekt auftreten. Ich werde das noch einmal einfordern. Aber ich verstehe, dass die große Zahl der Spendensammler für Unruhe in Graz sorgt."

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