Sa, 25. November 2017

Flüchtlingswelle

27.07.2015 16:35

Tschechien unterstützt Sicherung der EU-Grenzen

Angesichts der aktuellen Flüchtlingsproblematik stehen die heimischen Behörden allein vor einer schier unlösbaren Herausforderung. So tourte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Montag nach Tschechien, um mit ihrem Amtskollegen einen Schulterschluss einzugehen. Gemeinsam will man nun mit Mannstärke und Hightech die mazedonische Grenze verstärkt schützen.

Allein in diesem Jahr wurden bis Juni bereits 133 gemischte Streifen, also gemeinsame Patrouillen rot-weiß-roter und tschechischer Beamter, auf beiden Seiten der Grenze durchgeführt. Und egal ob Rückführungen von illegalen Grenzgängern (in diesem Jahr bislang 193 Personen), Überstellungen von gefassten Straftätern (rund ein Dutzend) oder Verfolgungsjagden über die Grenze hinaus (2014 kam es zu 13 sogenannten Nacheilungen) - die Zusammenarbeit der heimischen Sicherheitsbehörden und der tschechischen Kollegen läuft seit Jahren "äußerst zufriedenstellend", wie beide Seiten betonen.

Westbalkan-Route als Hotspot
Doch gegenseitiges Schulterklopfen war nicht der Grund für das Zusammentreffen von Innenministerin Mikl-Leitner und ihrem Amtskollegen Milan Chovanec an der Grenzübergangsstelle Drasenhofen in Niederösterreich. Es ging um die Sicherung der Grenzen entlang der Westbalkan-Route - dem derzeitigen Hotspot in Sachen Flüchtlingsstrom. Während Österreich bereits Beamte an die serbisch-ungarische Grenze entsandt hat, soll künftig auch Mazedonien tatkräftige rot-weiß-rote Unterstützung bekommen. Die hier entstandenen Bilder der von Flüchtlingen überfüllten Zuggarnituren gingen um die Welt.

"Ich bin sehr erfreut darüber, dass mir mein Amtskollege heute zugesagt hat, dass Tschechien unser Vorhaben am Westbalkan unterstützen und sich an der notwendigen Sicherung der mazedonischen Grenzen mit Mannstärke und technischen Geräten beteiligen wird", so die Innenministerin. Bereits kommende Woche sollen die gemeinsamen Maßnahmen in die Wege geleitet werden.

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