Mo, 18. Dezember 2017

Viele zivile Opfer

26.07.2015 13:31

Jemen: 140 Tote bei Luftangriff auf Houthi-Miliz

Beim bisher verheerendsten Luftangriff des von Saudi-Arabien geführten Militärbündnisses gegen die schiitischen Houthi-Rebellen sind am Samstag im Jemen mindestens 141 Menschen getötet worden. Weitere 200 Menschen wurden bei den etwa elf schweren Bombardements auf die Hafenstadt Mocha im Südjemen verletzt, wie lokale medizinische Helfer und Rettungskräfte am Sonntag berichteten.

Demnach wurden außer einem Elektrizitätswerk auch Wohngegenden getroffen. Deshalb seien unter den Opfern vor allem Zivilisten - unter ihnen Frauen und Kinder, sagten die Helfer. Wegen des kritischen Zustandes vieler Verletzter werde mit einer steigenden Zahl von Todesopfern gerechnet.

Der Angriff auf Mocha ist das schwerste Bombardement seit dem Beginn der Luftschläge Ende März. Einige Beobachter werten eine vom saudischen Bündnis am Samstag einseitig angekündigte humanitäre Feuerpause als Versuch, von dem verheerenden Ausmaß des Angriffs abzulenken.

Seit Monaten schwere Kämpfe
Im Jemen wüten seit Monaten schwere Kämpfe zwischen Houthi-Milizen und ihren Verbündeten auf der einen und Regierungstruppen auf der anderen Seite. Als sich die Milizen der Hafenstadt Aden näherten, floh Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi nach Saudi-Arabien und bat dort um Unterstützung. Am 26. März startete die Militärkoalition dann ihre Luftangriffe gegen Houthi-Stellungen.

Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt seit Ende März mehr als 3.200 Menschen getötet, die Hälfte davon Zivilisten. Außerdem gab es fast 16.000 Verletzte.

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