So, 19. November 2017

Asyl:

26.07.2015 13:05

Mit Dunja und Saly lebt Hoffnung auf Zukunft

Es sind zwei Kinder, die der anonymen Masse an Flüchtlingen, die derzeit in unser Land strömen, Namen und Gesichter geben. Die sechsjährige Dunja, die mit dem Wasser-Foto weltbekannt wurde, und Klein-Saly. Sie ist das erste Baby, das nun in einer Notunterkunft in Oberösterreichzur Welt kam. Die Kinder sind Nachbarn auf Zeit im Internat der Fachschule Bergheim in Feldkirchen/Donau.

Es gibt unter den Oberösterreichern und vor allem den Politikern fast nur ein relevantes Thema: Asylwerber. Wohin mit den 6346 Flüchtlingen, die aktuell in der Grundversorgung des Landes OÖ sind? Alle abschieben, alle aufnehmen, Grenzen dicht machen? Die Emotionen und Ansichten spalten die Landsleute.
Dazwischen sind die Flüchtlinge, eine anonyme Masse aus 26 Nationen - so viele beherbergte das Zeltlager am Linzer Polizeisportplatz, das, wie jenes in Thalham, kommende Woche abgebaut werden soll.
"Die meisten Asylwerber benehmen sich ganz normal", sagte Bürgermeister Franz Allerstorfer bei einem Infoabend für die Bevölkerung, da - betreut vom Roten Kreuz - in der Fachschule Bergheim 82 Asylwerber, darunter 33 Kinder unter 15 Jahren, eingezogen sind. Da helfen auch  viele Feldkirchner mit.
Zwei der Flüchtlingskinder geben aber Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Da ist die 6-jährige Dunja, die durch den Schnappschuss bei einer Abkühlungs-Dusche der FF Feldkirchen im Internet weltweit bekannt wurde. Sie lachte die Sorgen einfach weg. Und Baby-Saly, die 28 Tage im Bauch ihrer Mama zu Fuß, auf Booten und in einem überfüllten Kastenwagen, der durch eine Panne auf der Westautobahn liegen blieb, nach Oberösterreich gelangte und hier zur Welt kam. "Wir mussten weg aus unserer Stadt Idlib nahe Aleppo. Sie wurde vom IS und Regierungssoldaten beschossen", so Papa Raed, der seine behinderte Tochter Fatema und seinen Sohn Mohamad über weite Strecken tragen musste. Die 8500 Euro für die Schlepper hatte die Familie durch den Verkauf ihres kleinen Ladens und mit Hilfe der Familie zusammengekratzt. Wie es nun weitergeht? Das weiß die Familie nicht, der Vater hofft, als Kraftfahrer Geld verdienen zu können. Bis 24. August sind sie, wie Dunja mit ihrer Mama und drei Geschwistern, gut untergebracht.

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