Sa, 16. Dezember 2017

Rauris

24.07.2015 20:25

Fünf Meter hohe Mure

"Das Wichtigste ist, dass keine Personen zu schaden gekommen sind. Sach- und Flurschäden lassen sich irgenwie regeln", ist Bürgermeister Peter Loitfellner erleichtert. Donnerstagabend war beim Mierschlingbauern eine 400 bis 500 Meter lange und bis fünf Meter hohe Mure abgegangen.

Christian Rainer, seine Frau Waltraud und die Söhne Simon (10), Sebastian (7) und Baby Stefan (zehn Tage) konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen. "Man glaubt immer, man hätte noch genug Zeit, um das Wichtigste zusammenzupacken. Dem ist aber nicht so", sagt der Familienvater. Der Schrecken sitzt ihm und seinen Lieben noch in den Knochen. Seine Tiere blieben unbeschadet, weil sie gerade auf der Alm sind. Eine Katze und vier Hasen wurden ebenfalls gerettet.

Landesstraße komplett verlegt
Der Schlamm und das Geröll verlegten die Rauriser Landesstraße komplett. "Die Aufregung bei Pendlern und Touristen, die ins Tal zurück wollten war natürlich groß. Die Feuerwehr und das Rote Kreuz lotsten alle zu Fuß an der Mure vorbei. Danach ging es mit dem Feuerwehrauto die 4,5 Kilometer bis zur Zeugstätte", so Loitfellner. Freitag früh kamen die Arbeiter auf dem selben Weg zurück.

Erst Freitag mittag konnte die Straße für zwei Stunden freigegeben werden. Die weiteren Sperren hängen auch vom Wetter ab. Im Laufe des Tages wurde mit schwerem Gerät aufgeräumt. Per Hubschrauber wurde zudem bereits Schadholz aus dem Arlinggrabens geflogen. "Das Gelände dort ist sehr schwer zugänglich", weiß Stefan Pfeiffenberger von der Bezirkshauptmannschaft. Heute rückt zur Unterstützung noch der Bundesheer-Hubschrauber Black Hawk an, der bis Sonntag bei den Arbeiten hilft.

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