Fr, 15. Dezember 2017

Tauziehen beendet

23.07.2015 19:15

Jetzt aber wirklich! Gregoritsch geht zum HSV

Der wochenlange Transferpoker um Michael Gregoritsch zwischen VfL Bochum und Hamburger SV ist zu Ende gegangen. Der ÖFB-U21-Teamstürmer wechselt für eine kolportierte Ablöse von drei Millionen Euro zum "Bundesliga-Dino" nach Hamburg, wo er einen Vierjahresertrag unterschrieb. Gregoritsch trainierte bereits am Donnerstagnachmittag mit seinem neuen Team im Trainingslager in Harsewinkel. Zuvor hatte sich der Steirer zum Medizincheck eingefunden.

Mehr als drei Wochen hatten der HSV und Bochum um eine Einigung gerungen. Gregoritsch war von den Bochumern erst Ende April fix von Hoffenheim verpflichtet worden. In der abgelaufenen Saison hatte er als Leihspieler in 25 Liga-Einsätzen sieben Tore erzielt. Der Linksaußen soll beim HSV die Offensive beleben. In der vergangenen Saison erzielten die Angreifer Pierre-Michel Lasogga, Ivica Olic und Artjoms Rudnevs nur sieben Tore für die dem Abstieg gerade noch entronnenen Hanseaten.

Jüngster Bundesliga-Torschütze der Geschichte
In Hamburg stand Gregoritsch bereits beim Stadtrivalen unter Vertrag. Vor zwei Jahren spielte der Sohn von U21-Teamchef Werner Gregoritsch für Zweitligist FC St. Pauli. Nach Hoffenheim war der 1,93 Meter große Offensivspieler im Sommer 2012 vom Kapfenberger SV aus gewechselt. Für Aufsehen im Trikot der Obersteirer hatte er im April 2010 gesorgt, als er bei seinem Debüt sogleich traf und mit 15 Jahren und 361 Tagen seither der jüngste Torschütze in der Geschichte der österreichischen Bundesliga ist.

Gregoritsch: "Wichtig, dass ich mich an Bundesliga gewöhne"
Mit dem HSV ist Gregoritsch laut eigenen Angaben schon vor den Relegationsspielen gegen Karlsruhe in Kontakt gestanden. "Da war von meiner Seite eigentlich schon klar, dass ich es machen möchte", wurde der Steirer auf der Klub-Website zitiert. In der Bundesliga wolle er sich nun weiterentwickeln. "Wichtig ist erst einmal, dass ich mich an das Klima in der Bundesliga gewöhne. Das Tempo ist ja schon ein bisschen anders als in der zweiten Liga", meinte Gregoritsch.

HSV-Sportchef: "Michael ist ein polyvalenter Offensivspieler"
Beim von Bruno Labbadia trainierten HSV schätzt man offenbar die Vielseitigkeit des Profis. "Michael ist ein polyvalenter Offensivspieler. Wir sehen bei ihm das notwendige Potenzial, um unsere Offensive zu verstärken", sagte Sportchef Peter Knäbel.

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