Mo, 11. Dezember 2017

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23.07.2015 09:18

Microsoft sagt Rachepornos jetzt den Kampf an

Der US-Technologiekonzern Microsoft sagt den sogenannten Rachepornos im Internet den Kampf an. Das Unternehmen teilte mit, eine neue Website eingerichtet zu haben, bei der sich Opfer melden können. Damit sollen Links zu ohne Einwilligung veröffentlichten pornografischen Bildern und Videos schneller aus dem Netz entfernt werden.

"Leider sind Rachepornos rund um die Welt auf dem Vormarsch", schrieb die Microsoft-Managerin Jacqueline Beauchere im Firmenblog. Die Folgen könnten für die Betroffenen "wahrhaft zerstörerisch" sein und reichten von beruflichen Problemen bis zum Suizid. Auch Stalker können durch die unfreiwillig veröffentlichten Bilder und Videos angelockt werden.

Die Internetkonzerne Google und Twitter haben bereits ähnliche Initiativen gestartet, um die Opfer solcher Aktionen zu schützen. Mit Microsoft bietet nun ein weiterer großer IT-Konzern Online-Formulare für die Opfer an.

Rachepornos werden häufig von verschmähten Expartnern nach dem Ende einer Beziehung hochgeladen – aus Rache, daher kommt auch der Name. Das Phänomen nahm in den letzten Jahren Fahrt auf – unter anderem wegen der steigenden Verbreitung von Smartphones und dem Trend zum "Sexting", der auch unter Österreichs Jugendlichen zu beobachten ist.

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