Mi, 13. Dezember 2017

"Krone"-Ombudsfrau

22.07.2015 13:15

Eisplatte ohne Beweise

Schwer beschädigt wurde der Pkw eines Wieners, weil sich von einem vorbeifahrenden Lkw eine Eisplatte gelöst hatte. Trotz notiertem Kfz-Kennzeichen und einem Zeugen blieb der "Krone"-Leser aber auf den Kosten für den Schaden sitzen. Aus Mangel an Beweisen…

Der Vorfall ereignete sich im März 2013. Leser Harald D. war mit seiner Frau und seinen zwei Kindern mit dem Familienauto in Niederösterreich unterwegs. "Wir standen bei Rotlicht als zweites Auto auf der Linksabbiegespur einer Kreuzung, als plötzlich ein Lkw samt Anhänger um die Kurve schoss und in unsere Straße einbog. Plötzlich löste sich von der Plane des Lastwagens eine Eisplatte, die mit voller Wucht auf die Motorhaube des Autos fiel", schilderte der Wiener. Die vierköpfige Familie kam mit dem Schrecken davon, doch der Pkw wurde durch den Aufprall der Eisplatte schwer beschädigt.

Weil der Lastwagen nicht stehen geblieben ist, wollten Herr D. und auch der Lenker des Fahrzeugs vor ihm, der den Vorfall beobachtete, den Lkw-Fahrer auf den Unfall aufmerksam machen. Sie drehten um und fuhren dem Lastwagen nach. Da es keine Überholmöglichkeit gab und der Lkw schließlich auf die Autobahn fuhr, notierte Herr D. das Kennzeichen des Anhängers und machte gemeinsam mit dem Zeugen bei der Polizei eine Anzeige wegen Fahrerflucht.

Gegenüber dem Anwalt des Lesers gab das betreffende Transportunternehmen an, dass ihr Fahrzeug gar nicht an dem Unfall beteiligt gewesen sein könne, weil der Lkw zum besagten Zeitpunkt nicht am Unfallort gefahren sei. Die Allianz Versicherung, bei der der Lkw-Anhänger versichert ist, teilte uns auf Anfrage mit, dass der Fall bereits mehrere Male geprüft wurde und man mangels Beweisen den Schaden nicht übernehmen könne. Übrig bleibt Herr D., der sich schon fragt, welche anderen Beweise er heute noch erbringen könnte...

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